Starke Quartalszahlen, schwacher Kurs — bei Microsoft klafft dieser Widerspruch gerade weit auseinander. Umsatz und Gewinn übertrafen die Erwartungen deutlich, trotzdem rutschte die Aktie am gestrigen Donnerstag um knapp fünf Prozent auf rund 404 Dollar ab.
Zahlen gut, Stimmung gedämpft
Der Konzernumsatz kletterte im Januar-März-Quartal auf 82,9 Milliarden Dollar und ließ die Analystenschätzungen von 81,3 Milliarden Dollar hinter sich. Das Cloud-Geschäft steuerte davon 54,5 Milliarden Dollar bei — ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Azure-Sparte legte um 40 Prozent zu und erfüllte damit exakt die Markterwartungen. Beim Gewinn je Aktie übertraf Microsoft mit 4,27 Dollar sogar die Schätzungen um 0,22 Dollar.
Für sich genommen sind das solide Resultate. Die Kapitalausgaben erzählen allerdings eine andere Geschichte: Im gleichen Quartal stiegen die Investitionen um 49 Prozent auf 31,9 Milliarden Dollar. Im vorangegangenen Quartal hatte dieser Wert sogar bei 37,5 Milliarden Dollar gelegen. Hinzu kommt die enge Verflechtung mit OpenAI — ein Abhängigkeitsverhältnis, das Investoren zusehends kritisch beäugen.
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Das KI-Geschäft wächst, die Geduld der Märkte nicht
Das KI-Segment übersprang erstmals eine Jahresumsatzrate von 37 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch bleibt die Kernfrage, ab wann die massiven Infrastrukturausgaben spürbarer in die Margen zurückfließen. Analysten bei Raymond James werteten den Quartalsbericht zwar als Beruhigungssignal, wiesen aber explizit darauf hin, dass der Kapazitätsausbau bei Azure noch keinen klaren Gleichgewichtspunkt zwischen Kosten und Nachfrage erreicht hat.
Die Aktie liegt damit weiterhin weit unterhalb ihrer Höchststände aus 2025, die zeitweise über 550 Dollar lagen. Für geduldige Anleger steckt in den Zahlen durchaus Substanz — der Markt aber honoriert sie gerade nicht.
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