Microsoft Aktie: Belastungsprobe im Anmarsch!

Microsoft übertrifft Erwartungen mit Rekordgewinn, verliert aber Cloud-Exklusivität bei OpenAI. Der Aktienkurs fällt trotz starker Zahlen.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn steigt um 23 Prozent
  • OpenAI-Deal verliert Exklusivität
  • Azure-Wachstum von 40 Prozent
  • Investitionen von 190 Milliarden Dollar

Rekordgewinne auf der einen Seite, das Ende einer exklusiven KI-Partnerschaft auf der anderen — Microsoft hat am 30. April 2026 Quartalszahlen vorgelegt, die Anleger in zwei Richtungen ziehen. Die Aktie verlor im Tagesverlauf knapp fünf Prozent.

OpenAI-Deal neu verhandelt

Der überarbeitete Vertrag mit OpenAI beendet Microsofts Cloud-Exklusivität. OpenAI darf seine Modelle künftig auch über Amazon Web Services und Google Cloud anbieten — und hat AWS bereits ein Ausgabenprogramm von 100 Milliarden Dollar über acht Jahre zugesagt. Microsoft behält im Gegenzug bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent an OpenAIs Gesamtumsatz, einschließlich ChatGPT und API-Diensten. Die 27-prozentige Beteiligung am KI-Labor bleibt bestehen, ebenso der lizenzfreie Zugang zu OpenAIs Modellen bis 2032.

CEO Satya Nadella betonte, Microsoft wolle diese nicht-exklusive Lizenz in den kommenden sechs Jahren voll ausschöpfen. Ob das die Anleger beruhigt, ist eine andere Frage — der Kursrückgang deutet auf Skepsis hin.

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Zahlen übertreffen Erwartungen

Das operative Geschäft lieferte unterdessen wenig Anlass zur Klage. Der Umsatz stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 18 Prozent auf 82,9 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn legte um 23 Prozent auf 31,8 Milliarden Dollar zu. Der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte 4,27 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 4,05 Dollar deutlich.

Wachstumstreiber waren vor allem drei Bereiche: Azure wuchs um 40 Prozent, das KI-Geschäft erzielte einen annualisierten Umsatz von 37 Milliarden Dollar — ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Microsoft 365 Copilot kommt inzwischen auf mehr als 20 Millionen zahlende Nutzer, nach 15 Millionen noch im Januar.

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Investitionsoffensive belastet Ausblick

Die Kehrseite des KI-Booms sind massive Investitionen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 plant Microsoft Investitionsausgaben von rund 190 Milliarden Dollar. Allein im dritten Quartal flossen 31,9 Milliarden Dollar in Infrastruktur — 49 Prozent mehr als im Vorjahr. Im vierten Quartal sollen die Ausgaben auf über 40 Milliarden Dollar steigen, da Kapazitätsengpässe in den Rechenzentren bis Ende 2026 anhalten dürften. Rund 25 Milliarden Dollar des Jahresbudgets entfallen auf gestiegene Preise für Speicher und Prozessoren.

Für das vierte Quartal erwartet Microsoft einen Umsatz zwischen 86,7 und 87,8 Milliarden Dollar bei einem Azure-Wachstum von 39 bis 40 Prozent. Goldman Sachs bestätigte nach den Zahlen sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 600 Dollar; Piper Sandler erhöhte sein Ziel von 500 auf 540 Dollar. Die Microsoft-Aktie notiert aktuell bei 344,55 Euro — rund 26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Sommer und seit Jahresbeginn fast 15 Prozent im Minus. Ab dem 1. Juni 2026 stellt Microsoft GitHub Copilot auf nutzungsbasierte Abrechnung um — ein Modell, das künftig für weitere KI-Dienste folgen dürfte.

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