Kurz vor den Quartalszahlen zeigt Microsoft ein ungewöhnliches Bild: Der Konzern wächst in der Cloud mit über 39 Prozent, doch die Aktie notiert auf einem Bewertungsniveau, das seit Jahren nicht mehr zu sehen war. Das KGV liegt bei 26,4 — deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 32,9.
Der Kurs selbst spiegelt die Zurückhaltung wider. Mit 356,15 Euro schloss die Aktie am Montag rund zwölf Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast zwölf Prozent. Immerhin: In den vergangenen 30 Tagen hat sich der Kurs um knapp acht Prozent erholt — vom März-Tief bei 310 Euro hat sich die Aktie wieder abgesetzt.
Analysten kappen Kursziele, bleiben aber optimistisch
Gleich zwei Häuser haben ihre Kursziele am Montag gesenkt. TD Cowen reduzierte das Ziel von 610 auf 540 US-Dollar. Baird folgte mit einer Senkung von 540 auf 500 US-Dollar. Beide verwiesen auf das schwierige Marktumfeld. Das Gesamtbild bleibt trotzdem konstruktiv: 38 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, fünf raten zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 577 US-Dollar — ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.
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Technisch ist die Lage gemischt. Der RSI liegt bei 37,7 und signalisiert damit eine überverkaufte Zone. Als wichtige Unterstützung gilt die Marke von 400 US-Dollar, Widerstand wartet bei 435 US-Dollar.
KI-Geschäft wächst, aber nicht ohne Risiken
Microsoft baut das KI-Geschäft konsequent aus. Das Fairwater-Rechenzentrum nahm früher als geplant den Betrieb auf. Eine neue Partnerschaft mit Stellantis deckt KI und Cybersicherheit ab. Mit Accenture entsteht eine sogenannte „Agentic Factory“ für automatisierte Geschäftsprozesse.
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Intern läuft es nicht überall rund. Berichte über einen „Code Red“-Status beim Copilot-Umbau deuten auf Druck im Produktteam hin. Auch die Schweizer Regierung prüft ihre Abhängigkeit von Microsoft-Diensten — ein Zeichen, dass regulatorische Risiken zunehmen.
Das Cloud-Auftragspolster ist beeindruckend: 625 Milliarden US-Dollar Backlog per Ende 2025, davon 281 Milliarden allein aus der OpenAI-Partnerschaft. Die Copilot-Lizenzen wuchsen um 160 Prozent auf 15 Millionen — bei einer Gesamtdurchdringung von knapp vier Prozent ist das Wachstumspotenzial rechnerisch enorm.
Am 29. April legt Microsoft die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Dann zeigt sich, ob das Azure-Wachstum die Erwartungen hält — und ob die aktuelle Bewertungslücke zum historischen Durchschnitt eine Chance oder ein Warnsignal war.
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