Sorgen über hohe KI-Ausgaben haben Microsoft am Donnerstag im Zuge eines breiten Ausverkaufs bei großen Cloud-Anbietern belastet. Die Aktie verlor nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP 3,6%. Als Belastungsfaktoren nannte AP außerdem mögliche Moratorien für Rechenzentren nach Wahlerfolgen der Demokraten.

Kräftiges Wachstum im Cloud-Geschäft

Microsoft hatte am 28. Oktober für das erste Geschäftsquartal 2027 einen Umsatz von 92,3 Milliarden $ gemeldet. Das entsprach einem Wachstum von 19%. Der Nettogewinn erreichte nach Unternehmensangaben 36,6 Milliarden $.

Der Umsatz von Microsoft Cloud stieg um 30% auf 63,9 Milliarden $. Für Azure meldete das Unternehmen ein Umsatzplus von 48%. Das Berichtsquartal endete am 30. September. Microsoft bezifferte das operative Ergebnis auf 45,9 Milliarden $.

Neue Angebote für Unternehmenskunden

Am Montag erweiterten Microsoft und Lumen Technologies ihre Zusammenarbeit beim gemeinsamen Vertrieb KI-fähiger Unternehmensnetzwerke. Dabei sollen Lumens Netzwerkangebote mit Microsoft Azure abgestimmt werden. Nach Angaben der Unternehmen ist zudem geplant, den Zugang zu Lumen-Funktionen über Azure und Microsoft Marketplace auszubauen.

Lumen will seine Fähigkeiten für Cloud-Netzwerke und die Anbindung von Anwendungen in Azure einbringen. Die Kooperation richtet sich an Unternehmenskunden und ergänzt den gemeinsamen Vertrieb um den geplanten breiteren Zugang zu diesen Netzwerkleistungen.

Für Entwickler stellte Microsoft am 28. Oktober außerdem das Microsoft Copilot harness im Foundry Agent Service vor. Das Angebot umfasst eine verwaltete Steuerungsschleife für KI-Agenten sowie eine abgeschirmte Testumgebung. Die verbrauchsabhängige Abrechnung soll nach Angaben von Microsoft am 1. Dezember 2026 beginnen.