Microsoft hat erneut eine Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar je Aktie beschlossen – zahlbar am 11. Juni 2026. Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie rund 25 Prozent unter ihrem Allzeithoch notiert und Anleger die Balance zwischen gigantischen KI-Investitionen und tatsächlicher Profitabilität neu bewerten.
Starkes Quartal, günstige Bewertung
Das zweite Geschäftsquartal lieferte solide Zahlen: Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis legte um 21 Prozent auf 38,3 Milliarden US-Dollar zu. Besonders das Cloud-Geschäft überzeugte – Azure wuchs um 39 Prozent, die gesamte Intelligent-Cloud-Sparte erzielte 32,9 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Gleichzeitig hat sich die Bewertung der Aktie deutlich normalisiert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei rund 25 – der niedrigste Wert seit mehr als drei Jahren und ein spürbarer Abschlag gegenüber dem Nasdaq-100, der mit dem 31,8-fachen Gewinn bewertet wird. Hintergrund ist die Verschiebung im Marktfokus: Anleger interessieren sich weniger für das KI-Potenzial an sich als für die Frage, wann und wie sich die massiven Investitionen in konkrete Margen niederschlagen.
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Einen Hinweis auf die Richtung liefern die kommerziellen Buchungen, die im Quartal um 230 Prozent zulegten – getrieben durch große Azure-Verträge. Der verbleibende Auftragsbestand im kommerziellen Geschäft erreichte 625 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 110 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
KI-Integration und regulatorischer Gegenwind
Beim KI-Produkt Copilot für Microsoft 365 zeigt sich das typische Bild einer frühen Wachstumsphase: Von weltweit über 400 Millionen lizenzierten Nutzern haben bislang 15 Millionen – rund 3,7 Prozent – eine Copilot-Lizenz erworben. Die Wachstumsrate von 160 Prozent im Jahresvergleich deutet auf Dynamik hin, das Skalierungspotenzial ist aber noch weitgehend ungehoben.
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Auf der regulatorischen Seite wächst der Druck. Ende Februar durchsuchte die japanische Wettbewerbsbehörde Microsofts Tokioter Büros wegen des Verdachts, das Unternehmen nutze seine Marktstellung bei Software, um Kunden in Richtung Azure zu drängen. In der EU läuft weiterhin die Beobachtung der Teams-Entbündelung von Office – mit der Möglichkeit weiterer Geldbußen bei unzureichender Einhaltung von Interoperabilitätsstandards.
Im Gaming-Bereich vollzog sich im Februar ein Führungswechsel: Phil Spencer, langjähriger Chef von Microsoft Gaming, trat in den Ruhestand. Nachfolgerin wurde Asha Sharma, zuvor Leiterin des Bereichs CoreAI – ein Signal, dass Microsoft KI künftig tiefer in sein Spielegeschäft integrieren will, das inzwischen über 23 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz beisteuert.
Nächster Prüfstein: 28. April
Am 28. April 2026 legt Microsoft die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Im Mittelpunkt stehen dann das Azure-Wachstumstempo, die weitere Copilot-Durchdringung und die Margenentwicklung – angesichts von über 100 Milliarden US-Dollar, die das Unternehmen in KI-Infrastruktur investiert. Die Quartalsdividende setzt derweil ein klares Zeichen: Microsoft hält an seiner Ausschüttungspolitik fest, unabhängig vom laufenden Investitionszyklus.
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