Microsoft trennt sich innerhalb weniger Wochen von zwei seiner dienstältesten Führungskräfte. Nach Xbox-Chef Phil Spencer, der im Februar seinen Rückzug ankündigte, verlässt nun auch Rajesh Jha das Unternehmen — der Mann, der Windows, Office und Teams verantwortet hat.
Jha tritt zum 1. Juli nach mehr als 35 Jahren bei Microsoft in den Ruhestand. Er bleibt dem Konzern in beratender Funktion erhalten, doch seine operative Rolle entfällt. Statt eines direkten Nachfolgers verteilt Nadella die Verantwortlichkeiten auf vier neue Executive Vice Presidents, die künftig direkt an ihn berichten: Ryan Roslansky (Office & LinkedIn), Pavan Davuluri (Windows & Surface), Charles Lamanna (Business & Industry Copilot) und Perry Clarke (Microsoft 365 Core).
Heikler Zeitpunkt für Copilot
Die Umstrukturierung trifft Microsoft in einer Phase, in der das Unternehmen seine KI-Strategie operativ unter Beweis stellen muss. Jha hatte die Integration von OpenAI- und Anthropic-Modellen in das Microsoft-365-Copilot-Angebot verantwortet. Erst diese Woche kündigte Microsoft ein neues Top-Tier-Abonnement für 99 Dollar monatlich an, das Copilot bereits enthält. Das kommerzielle Cloud-Geschäft rund um Microsoft 365 wuchs im Dezemberquartal um 17 Prozent und machte über 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
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Dass Nadella ausgerechnet Charles Lamanna — zuständig für Business & Industry Copilot — direkt unter sich zieht, lässt erkennen, wohin die Prioritäten zeigen: schnellere KI-Monetarisierung über die meistgenutzten Produkte des Konzerns.
Anthropic, Sicherheitslücken und ein schwaches Börsenjahr
Parallel zur Personalrochade kämpft Microsoft vor einem Bundesgericht in San Francisco gegen die Einstufung von Anthropic als Sicherheitsrisiko durch das US-Verteidigungsministerium. Der Hintergrund: Anthropic hat sich verpflichtet, 30 Milliarden Dollar für Azure-Cloud-Dienste auszugeben, während Microsoft bis zu 5 Milliarden Dollar in Anthropic investiert. Ein Ausschluss aus Militäraufträgen würde dieses Geschäftsmodell direkt treffen.
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Hinzu kommt das März-Patch-Tuesday-Update, das mehr als 79 Sicherheitslücken schließt — darunter zwei Zero-Days und eine Schwachstelle in Excel, die Datenlecks über Microsoft Copilot ermöglichen könnte.
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 13 Prozent im Minus und liegt deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Dabei sind die Fundamentaldaten solide: Im zweiten Fiskalquartal 2026 übertraf Microsoft mit einem Gewinn von 4,14 Dollar je Aktie die Konsensschätzungen um knapp 7 Prozent, der Umsatz stieg auf 81,3 Milliarden Dollar.
Die Quartalszahlen für das dritte Fiskalquartal werden zeigen, ob die neue Führungsstruktur die Copilot-Dynamik aufrechterhalten kann — erwartet werden sie im April.
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