Xbox-Chef Asha Sharma hat intern eingeräumt, was viele Nutzer längst fühlten: Game Pass ist zu teuer. Ein durchgesickertes Memo deutet auf eine grundlegende Neugestaltung des Abonnementmodells hin — ausgerechnet kurz vor den Quartalszahlen am 29. April.
Der Game-Pass-Rückzieher
Sharma, Executive Vice President und CEO von Microsoft Gaming, schrieb in einem internen Memo, das The Verge vorliegt, dass das Abo-Modell „für Spieler zu teuer“ sei und grundlegend überarbeitet werden müsse. Das sitzt. Erst vor wenigen Monaten hatte Microsoft den Preis für Game Pass Ultimate um 50 Prozent auf 29,99 Dollar pro Monat angehoben — und damit erheblichen Nutzerwiderstand ausgelöst.
Sharma skizziert als mögliche Lösung ein „flexibleres System“, das Zeit zum Testen brauche. Konkrete Änderungen gibt es noch nicht. Allerdings deutet das Memo auf einen strukturellen Umbau hin, der sich über einen längeren Zeitraum erstrecken könnte.
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Hinzu kommt eine inhaltliche Frage: Laut dem Memo erwägt Microsoft, Call of Duty künftig aus dem Service herauszunehmen. Sharma soll bestätigt haben, dieses Thema in den kommenden Wochen intern „tiefer zu beleuchten“. Call of Duty: Black Ops 7 war zum Launch direkt in Game Pass verfügbar — ein Schritt, der Microsoft nach eigenen Angaben hunderte Millionen Dollar an entgangenen Spielverkäufen gekostet hat.
Kursanstieg trotz Unsicherheit
Die Gaming-Turbulenzen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie kräftig erholt. Heute legt das Papier rund drei Prozent zu und notiert damit rund sieben Prozent über dem Tief vom 27. März. Das Handelsvolumen lag mit 35,75 Millionen Aktien spürbar über dem Tagesdurchschnitt von 30,85 Millionen — ein Zeichen, dass Anleger aktiv in den Titel zurückfinden.
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Rückenwind liefert Bernstein. Die Investmentbank bekräftigte ihr „Outperform“-Rating und hält am Kursziel von 641 Dollar fest. Die Analysten argumentieren, dass die Lücke zwischen Investitionsausgaben und Umsatzwachstum ein Timing-Problem sei — kein strukturelles.
Azure als Fundament
Abseits des Gaming-Geschäfts bleibt die Cloud-Sparte der eigentliche Anker der Investitionsthese. Microsoft plant, in diesem Jahr über 100 Milliarden Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur zu investieren. OpenAI will bis 2030 rund 600 Milliarden Dollar für Rechenkapazitäten ausgeben — als einer der zentralen Cloud-Anbieter dürfte Azure davon erheblich profitieren. Fester Unterbau: Microsoft sitzt auf 625 Milliarden Dollar an vertraglich gesicherten Zukunftsaufträgen.
Am 29. April legt Microsoft die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Die beiden vorangegangenen Berichte hatten jeweils deutliche Kursrückgänge ausgelöst — ausgelöst durch ein verlangsamtes Azure-Wachstum. Diesmal dürften Anleger neben den Cloud-Kennzahlen auch erste Hinweise auf die Zukunft von Game Pass einfordern.
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