Die Investmentbank Jefferies hält an ihrer Kaufempfehlung für Microsoft fest und setzt das Kursziel bei 675 Dollar an. Analyst Brent Thill zeigt sich überzeugt vom Potenzial des Tech-Giganten. Aktuell notiert die Aktie jedoch bei nur 472,94 Dollar – eine erhebliche Lücke zum avisierten Ziel. Kann Microsoft diese Erwartungen erfüllen?
Nadella kämpft gegen KI-Kritiker
CEO Satya Nadella geht zum Jahreswechsel in die Offensive. In einem Beitrag auf der Plattform „Scratchpad“ fordert er ein Ende der pauschalen Negativbewertung von KI-Inhalten. Der Begriff „Slop“ – also digitaler Abfall – für maschinell erstellte Inhalte stößt ihm sauer auf.
Die Experimentierphase sei vorbei, betont Nadella. Jetzt gehe es um konkreten Nutzen statt Show-Effekte. KI müsse als „Verstärker menschlicher Fähigkeiten“ funktionieren – eine Weiterentwicklung von Steve Jobs‘ legendärer „Fahrrad für den Geist“-Metapher. Für 2026 prognostiziert der Microsoft-Chef den Wandel von Einzelmodellen hin zu komplexen KI-Systemen, die verschiedene Tools koordinieren.
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Piper Sandler setzt auf Arista – Microsoft profitiert indirekt
Analyst James Fish von Piper Sandler stuft Arista Networks auf „Overweight“ hoch. Die Begründung ist aufschlussreich: 2026 wird zum „Jahr der Erneuerung“ mit steigenden Investitionen im Enterprise-Bereich. Fast die Hälfte des Arista-Geschäfts kommt von Meta, Microsoft und Oracle – allesamt Unternehmen, die ihre Investitionsausgaben kumuliert um etwa 50 Prozent steigern dürften.
Das Kursziel für Arista liegt bei 159 Dollar, basierend auf dem 33-fachen des EV/EBITDA für 2027. Die prognostizierten Umsätze für 2026 belaufen sich auf 10,68 Milliarden Dollar.
Jefferies Software-Ausblick bleibt verhalten
Trotz der positiven Einzelbewertung für Microsoft zeigt sich Jefferies für den gesamten Software-Sektor zurückhaltend. Das Investmenthaus empfiehlt, Software weiterhin gegenüber Halbleitern unterzugewichten. Der Grund: Viele KI-Projekte stecken noch in der Pilotphase. Echte Umsatzbeiträge werden erst ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.
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Die große KI-Euphorie hat Software-Aktien bislang kaum erfasst – darin sieht Jefferies jedoch auch eine Chance für selektive Investments.
Kursbewegung bleibt gedämpft
Am Montag zeigt sich die Microsoft-Aktie im vorbörslichen NASDAQ-Handel unbeeindruckt von Nadellas Äußerungen. Mit einem Plus von lediglich 0,12 Prozent auf 473,51 Dollar fehlt die Dynamik. Die Kluft zum Jefferies-Kursziel von 675 Dollar bleibt beträchtlich – ein Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent wäre nötig.
Ob Microsoft die hohen Erwartungen erfüllen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich KI-Projekte in echte Umsätze verwandeln lassen. Die Azure-Cloud und die Integration von KI-Features in die Produktpalette bleiben die Hoffnungsträger.
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