Microsoft Aktie: Gewinnmargen aufgestockt

Jefferies hält an Kaufempfehlung für Microsoft mit Kursziel 675 Dollar fest, doch Analysten erwarten erst ab Mitte 2026 signifikante Umsätze aus KI-Projekten. Die Aktie notiert weit unter dem Ziel.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Jefferies Kursziel liegt 40% über aktuellem Stand
  • CEO Nadella verteidigt Nutzen von KI-Inhalten
  • Umsatzbeiträge aus KI erst ab H2 2026 erwartet
  • Aktie zeigt kaum Reaktion auf aktuelle Äußerungen

Die Investmentbank Jefferies hält an ihrer Kaufempfehlung für Microsoft fest und setzt das Kursziel bei 675 Dollar an. Analyst Brent Thill zeigt sich überzeugt vom Potenzial des Tech-Giganten. Aktuell notiert die Aktie jedoch bei nur 472,94 Dollar – eine erhebliche Lücke zum avisierten Ziel. Kann Microsoft diese Erwartungen erfüllen?

Nadella kämpft gegen KI-Kritiker

CEO Satya Nadella geht zum Jahreswechsel in die Offensive. In einem Beitrag auf der Plattform „Scratchpad“ fordert er ein Ende der pauschalen Negativbewertung von KI-Inhalten. Der Begriff „Slop“ – also digitaler Abfall – für maschinell erstellte Inhalte stößt ihm sauer auf.

Die Experimentierphase sei vorbei, betont Nadella. Jetzt gehe es um konkreten Nutzen statt Show-Effekte. KI müsse als „Verstärker menschlicher Fähigkeiten“ funktionieren – eine Weiterentwicklung von Steve Jobs‘ legendärer „Fahrrad für den Geist“-Metapher. Für 2026 prognostiziert der Microsoft-Chef den Wandel von Einzelmodellen hin zu komplexen KI-Systemen, die verschiedene Tools koordinieren.

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Piper Sandler setzt auf Arista – Microsoft profitiert indirekt

Analyst James Fish von Piper Sandler stuft Arista Networks auf „Overweight“ hoch. Die Begründung ist aufschlussreich: 2026 wird zum „Jahr der Erneuerung“ mit steigenden Investitionen im Enterprise-Bereich. Fast die Hälfte des Arista-Geschäfts kommt von Meta, Microsoft und Oracle – allesamt Unternehmen, die ihre Investitionsausgaben kumuliert um etwa 50 Prozent steigern dürften.

Das Kursziel für Arista liegt bei 159 Dollar, basierend auf dem 33-fachen des EV/EBITDA für 2027. Die prognostizierten Umsätze für 2026 belaufen sich auf 10,68 Milliarden Dollar.

Jefferies Software-Ausblick bleibt verhalten

Trotz der positiven Einzelbewertung für Microsoft zeigt sich Jefferies für den gesamten Software-Sektor zurückhaltend. Das Investmenthaus empfiehlt, Software weiterhin gegenüber Halbleitern unterzugewichten. Der Grund: Viele KI-Projekte stecken noch in der Pilotphase. Echte Umsatzbeiträge werden erst ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.

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Die große KI-Euphorie hat Software-Aktien bislang kaum erfasst – darin sieht Jefferies jedoch auch eine Chance für selektive Investments.

Kursbewegung bleibt gedämpft

Am Montag zeigt sich die Microsoft-Aktie im vorbörslichen NASDAQ-Handel unbeeindruckt von Nadellas Äußerungen. Mit einem Plus von lediglich 0,12 Prozent auf 473,51 Dollar fehlt die Dynamik. Die Kluft zum Jefferies-Kursziel von 675 Dollar bleibt beträchtlich – ein Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent wäre nötig.

Ob Microsoft die hohen Erwartungen erfüllen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich KI-Projekte in echte Umsätze verwandeln lassen. Die Azure-Cloud und die Integration von KI-Features in die Produktpalette bleiben die Hoffnungsträger.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.