Microsoft hat das schlechteste Jahresauftakt-Quartal seit der Finanzkrise 2008 hinter sich. Während der breite Markt kaum vom Allzeithoch entfernt notiert, liegt die Aktie rund 25 Prozent darunter — eine Lücke, die Marktbeobachter aufhorchen lässt. Gleichzeitig meldete der Konzern starke operative Zahlen. Wie passt das zusammen?
Bewertung auf Mehrjahrestief
Der Kursrückgang hat die Bewertung deutlich komprimiert. Auf Basis der vergangenen vier Quartale erzielt Microsoft einen Gewinn von 15,98 Dollar je Aktie — das ergibt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25,3, den niedrigsten Wert seit über drei Jahren. Zu Jahresbeginn war die Aktie noch mit dem rund 35-fachen Jahresgewinn bewertet. Zum Vergleich: Der Nasdaq-100 wird aktuell mit dem 31,8-fachen Gewinn gehandelt — Microsoft ist damit günstiger als der Index.
Hintergrund des Ausverkaufs sind Sorgen über die Rentabilität der KI-Investitionen. Software-Aktien stehen generell unter Druck, weil Anleger befürchten, dass KI das klassische Enterprise-Software-Geschäft langfristig aushöhlt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Starkes Geschäft, zögerliche Copilot-Adoption
Das operative Geschäft liefert derweil solide Zahlen. Im jüngsten Quartal überstieg der Cloud-Umsatz die Marke von 50 Milliarden Dollar, der Gesamtumsatz wuchs um 17 Prozent, das Betriebsergebnis um 21 Prozent, und der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 24 Prozent zu. Azure wächst seit mindestens drei Quartalen in Folge mit über 39 Prozent — und das Management spricht von einer Nachfrage, die das verfügbare Angebot übersteigt.
Weniger überzeugend ist bislang die Durchdringung mit Copilot. Von weltweit über 400 Millionen Microsoft-365-Lizenzen wurden im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erst 15 Millionen auf Copilot aufgerüstet — eine Penetrationsrate von 3,7 Prozent. Immerhin: Im Jahresvergleich entspricht das einem Anstieg von 160 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Dividende und nächste Quartalszahlen
Am 10. März bestätigte der Verwaltungsrat eine Quartalsdividende von 0,91 Dollar je Aktie, zahlbar am 11. Juni 2026 an Aktionäre, die am 21. Mai im Register stehen. Das Sicherheitssegment nähert sich unterdessen einem Jahresumsatz von 30 Milliarden Dollar — getrieben von steigender Nachfrage nach KI-gestützten Abwehrlösungen.
Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die KI-Ausgaben langsam in beschleunigtes Umsatzwachstum münden. Angesichts der deutlich gesunkenen Bewertung, stabiler Cashflows und einer bestätigten Dividende ist die Ausgangslage für diesen Test zumindest günstiger als noch zu Jahresbeginn.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


