Microsoft Aktie: Historisches Bewertungstief

Microsofts Aktie notiert auf einem historischen Tief, getrieben von schwacher Copilot-Nachfrage und hohen Investitionen. Der Launch des neuen Lizenzpakets M365 E7 könnte die Umsatzperspektive verändern.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Schwache Adoption der kostenpflichtigen Copilot-Pakete
  • Neues Enterprise-Lizenzpaket M365 E7 startet im Mai
  • Bewertung auf niedrigstem Niveau seit einem Jahrzehnt
  • Explodierende Investitionsausgaben drücken Cashflow

Microsoft steht vor einer der wichtigsten Wochen seit Jahren. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 23 Prozent verloren — der schlechteste Jahresstart seit fast zwei Jahrzehnten. Zwei Entwicklungen bestimmen jetzt das Bild: ein auffälliger Rückzug bei der KI-Marke Copilot und ein neues Lizenzpaket, das die Umsatzkurve deutlich verändern könnte.

Der Copilot-Rückzug

Microsoft hat die Copilot-Integration in Windows 11 spürbar zurückgefahren. In einem Windows-Insider-Blogbeitrag räumte das Unternehmen ein, die KI-Funktionen zu aggressiv in das Betriebssystem eingebettet zu haben. Konkret verschwand das Copilot-Branding aus Apps wie Notepad, Snipping Tool und der Fotos-App — ersetzt durch neutralere Bezeichnungen wie „Schreibwerkzeuge“. Die Funktionen selbst bleiben erhalten, nur die KI-Vermarktung tritt in den Hintergrund.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Der Grund für die Skepsis der Anleger liegt in einer nüchternen Zahl: Bislang haben lediglich drei Prozent der 450 Millionen kommerziellen Microsoft-365-Kunden das kostenpflichtige Copilot-Paket gebucht. Die Adoptionsrate bleibt weit hinter den Erwartungen zurück — und das bei einem Produkt, das als zentraler Wachstumstreiber gilt.

M365 E7 und die Bewertungsfrage

Am 1. Mai bringt Microsoft mit Microsoft 365 E7 die erste neue Enterprise-Lizenzstufe seit einem Jahrzehnt auf den Markt. Das Paket bündelt M365 E5, Microsoft 365 Copilot und das neue Agent 365 zu einem Preis von 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Agent 365 — separat für 15 Dollar erhältlich — ermöglicht Unternehmen die zentrale Verwaltung und Absicherung von KI-Agenten. In zwei Monaten Vorschauphase verzeichnete das Agent-365-Register bereits Zig Millionen registrierter Agenten.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Der Kursrückgang hat die Bewertung auf ein Niveau gedrückt, das zuletzt vor einem Jahrzehnt erreicht wurde: Das Forward-KGV fiel von rund 33x Mitte 2025 auf etwa 20x. Haupttreiber des Ausverkaufs sind die explodierenden Investitionsausgaben — allein im zweiten Fiskalquartal 2026 flossen 37,5 Milliarden Dollar in Capex, ein Plus von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow sank im selben Zeitraum auf 5,9 Milliarden Dollar.

Am 29. April veröffentlicht Microsoft die Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2026. Bis dahin dürfte die Marktreaktion auf den E7-Launch und mögliche Signale zur Copilot-Nachfrage den Kurs maßgeblich beeinflussen — zumal die Aktie nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 355,67 Dollar notiert.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 12. April liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Microsoft

Microsoft Jahresrendite