Der Softwarekonzern meldet Rekordumsätze, während die Börse gleichzeitig mit Kursverlusten reagiert. Der Grund für diese Diskrepanz liegt in den gigantischen Investitionen für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz. Die teure Infrastruktur drückt den freien Cashflow massiv und zwingt das Management nun zu einer neuen Preisstrategie.
Rekordzahlen treffen auf Investitionshunger
Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden US-Dollar. Auch das Cloud-Geschäft durchbrach erstmals die Marke von 50 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser starken operativen Entwicklung reagieren Anleger zurückhaltend. Das Problem liegt auf der Ausgabenseite: Die Investitionen in Sachanlagen (Capex) beliefen sich in nur einem Quartal auf 37,5 Milliarden US-Dollar. Das sind 66 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
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Diese enormen Summen für KI-Rechenzentren ließen den freien Cashflow auf 5,9 Milliarden US-Dollar schrumpfen. Analysten wie Keith Weiss von Morgan Stanley sehen genau hier den wunden Punkt, da die Ausgaben für die Infrastruktur schneller wachsen als erwartet. An der Börse spiegelt sich diese Skepsis deutlich wider. Nach dem jüngsten Kursrutsch schloss das Papier gestern bei 336,00 Euro und verzeichnet damit seit Jahresanfang ein Minus von 16,75 Prozent.
Neues Abo-Modell soll Lücke schließen
Um die Schere zwischen Infrastrukturkosten und KI-Erlösen zu schließen, passt der Konzern seine Preisstruktur an. Ab Mai 2026 führt das Unternehmen mit „Microsoft 365 E7“ eine neue Enterprise-Lizenzstufe ein. Für 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat bündelt das Paket bisherige Dienste mit Copilot und neuen KI-Agenten. Dieser Schritt markiert die erste Einführung einer neuen Unternehmensstufe seit einem Jahrzehnt und bedeutet einen Preisaufschlag von 65 Prozent gegenüber dem bisherigen Top-Abonnement.
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Aktuell nutzen rund 15 Millionen zahlende Kunden den Microsoft 365 Copilot. Das entspricht einer Marktdurchdringung von lediglich 3,3 Prozent der kommerziellen Nutzerschaft und unterstreicht den Druck, die teure Technologie besser zu monetarisieren. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz. Neben klassischen Rivalen wie Salesforce drängen auch KI-Spezialisten wie OpenAI und Anthropic zunehmend in das Kerngeschäft mit Unternehmenskunden. Microsoft kontert dies unter anderem mit dem neuen „Copilot Cowork“, der komplexe, mehrstufige Aufgaben autonom erledigen soll.
Der nächste wichtige Prüfstein für das Unternehmen folgt im April mit den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal. Das Management stellt hier einen Umsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Investoren werden genau analysieren, ob das Wachstum der Azure-Cloud ausreicht, um die hohen Infrastrukturkosten auszugleichen. Mit dem Start des teuren E7-Abonnements im Mai beginnt zudem die entscheidende Phase der KI-Refinanzierung.
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