Die Redmonder haben in dieser Woche gleich mehrere strategische Schachzüge bekanntgegeben, die das KI-Geschäft weiter vorantreiben sollen. Während Analysten ihre Kursziele überprüfen, positioniert sich der Tech-Konzern zunehmend als unverzichtbare Infrastruktur für die digitale Transformation ganzer Volkswirtschaften.
Bernstein sieht seltene Kaufchance
Der Softwaresektor steht 2026 unter dem Eindruck einer fundamentalen Frage: Wird KI die etablierten Anbieter verdrängen oder stärken? Analyst Mark L. Moerdler von Bernstein stuft Microsoft trotz dieser Unsicherheit als Top-Pick ein. Seine Einschätzung: Hochwertige Software-Titel bieten derzeit eine „seltene Gelegenheit“ zu attraktiven Bewertungen. Microsoft führt die Liste der unmittelbaren Kaufempfehlungen an, während Konkurrent Salesforce weiter unterdurchschnittlich abschneiden dürfte.
Goldman Sachs bleibt bei 655 Dollar Kursziel
Goldman Sachs bekräftigte am 20. Januar 2026 das Kursziel von 655 Dollar bei einem Buy-Rating. Aktuell notiert die Aktie bei rund 460 Dollar – das Aufwärtspotenzial liegt damit bei über 40 Prozent. Die Investmentbank hat zwei zentrale Entwicklungen analysiert: den Community-First AI Infrastructure Plan vom 13. Januar, der höhere Stromtarife für Rechenzentren vorsieht, sowie Pläne für Notstrom-Auktionen. Das Fazit: Jeder Anstieg der Energiekosten um 10 Prozent würde die Free-Cash-Flow-Marge für 2030 lediglich um 16 Basispunkte belasten. Mit einem freien Cashflow von 78 Milliarden Dollar in den vergangenen zwölf Monaten scheint Microsoft diese Mehrkosten problemlos stemmen zu können.
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Partnerschaft mit Bristol Myers zur Krebsfrüherkennung
Am 20. Januar verkündete Bristol Myers Squibb eine Kooperation mit Microsoft im Bereich der KI-gestützten Lungenkrebsdiagnostik. Über das Precision Imaging Network sollen FDA-zugelassene Radiologie-Tools in US-Gesundheitssystemen ausgerollt werden. Die Software analysiert Röntgen- und CT-Bilder, um Lungenknoten früher zu identifizieren und Radiologen zu entlasten. Besonders medizinisch unterversorgte Bevölkerungsgruppen mit hohen Todesraten durch Lungenkrebs sollen von der Initiative profitieren. Der Vorstoß zeigt, wie Microsoft seine Cloud-Plattform in regulierten Hochrisiko-Märkten etabliert.
G42-Deal macht digitale Souveränität portabel
Das Abu-Dhabi-basierte Technologieunternehmen G42 kündigte am 20. Januar in Davos das Digital-Embassies-Framework an – entwickelt in strategischer Partnerschaft mit Microsoft. Die Lösung erlaubt es Regierungen, KI-Systeme sofort zu nutzen, während sie volle rechtliche Kontrolle über Daten und Infrastruktur behalten – selbst wenn Server im Ausland stehen. Das Konzept behandelt Souveränität wie eine Flagge, die mit dem Workload reist. Core42, die Infrastruktur-Sparte von G42, setzt das Modell bereits in souveränen KI-Clustern in Nordamerika, Europa und den Emiraten um. Für Microsoft bedeutet dies den Zugang zu lukrativen staatlichen Cloud-Aufträgen, ohne dass Länder jahrelang eigene Rechenzentren aufbauen müssen.
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RKON verstärkt Azure-Marketplace-Präsenz
Der Managed-Security-Anbieter RKON gab am 20. Januar die Teilnahme am Microsoft Multiparty Private Offers (MPO) Programm bekannt. Kunden können nun ISV-Anwendungen über den Azure Marketplace beziehen und dabei ihre Microsoft Azure Consumption Commitments (MACC) optimal ausschöpfen. David Wright, Chief Growth Officer bei RKON, betonte die Vereinfachung von Beschaffung und Abrechnung für Unternehmenskunden.
Regulatorischer Gegenwind in Europa
Nicht alles läuft reibungslos: Italiens Wettbewerbsbehörde untersucht seit dem 16. Januar Activision Blizzards Verkaufspraktiken bei Mobile-Games wie „Diablo Immortal“ und „Call of Duty Mobile“ wegen mutmaßlich irreführender Methoden. In der Schweiz prüft die Wettbewerbskommission Microsofts Lizenzgebühren nach jüngsten Preiserhöhungen. Diese Verfahren könnten mittelfristig zu Bußgeldern oder Anpassungen im Geschäftsmodell führen.
TD Cowen senkt Kursziel wegen Kapazitätsengpässen
TD Cowen reduzierte das Kursziel von 655 auf 625 Dollar, hält aber am Buy-Rating fest. Als Begründung nannte die Bank Kapazitätsbeschränkungen vor dem anstehenden Quartalsbericht. Morgan Stanley sieht dagegen Rückenwind durch beschleunigte Software-Ausgaben: Die CIO-Umfrage des vierten Quartals 2025 prognostiziert für Microsoft ein Wachstum von 7,3 Prozent im Jahr 2026.
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