Microsoft Aktie: Knappe Lage!

Microsofts Aktie notiert auf Jahrestief, obwohl Umsatz und Gewinn stark wachsen. Der Markt zweifelt an der Rentabilität der milliardenschweren KI-Investitionen.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Stärkster Quartalsverlust seit der Finanzkrise 2008
  • Umsatz- und Gewinnwachstum trotz Kursrückgangs intakt
  • Massive KI-Ausgaben drücken auf die Unternehmensmarge
  • Britische Kartellbehörde leitet Untersuchung ein

Microsoft-Aktionäre erleben einen ungewöhnlichen Widerspruch: Das Unternehmen wächst, schlägt die Gewinnerwartungen — und die Aktie befindet sich trotzdem auf dem tiefsten Bewertungsniveau seit Jahren. Der Kursrückgang von fast 24 Prozent im ersten Quartal 2026 ist der stärkste seit der Finanzkrise 2008.

Wenn Wachstum nicht mehr reicht

Vom Oktober-Hoch bei über 555 Dollar ist die Aktie auf rund 356 Dollar gefallen — ein Minus von etwa 35 Prozent. Damit hat Microsoft den breiten Technologieindex S&P 500 Information Technology deutlich underperformt, der im gleichen Zeitraum rund 11 Prozent verlor.

Das Paradoxe: Der Kursrutsch traf ein Unternehmen, das zuletzt Quartalsumsätze von 81,3 Milliarden Dollar meldete — ein Plus von 17 Prozent — und den bereinigten Gewinn je Aktie um 24 Prozent steigerte. Azure wuchs sogar um 39 Prozent. Anleger reagierten dennoch verhalten, weil die Frage nach dem Zeitpunkt der Renditen aus den massiven KI-Investitionen zunehmend unbeantwortet bleibt.

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KI-Ausgaben drücken auf die Marge

Der Kern des Problems liegt in der Kapitalallokation. Die Investitionsausgaben stiegen auf 37,5 Milliarden Dollar, die Bruttomarge sank auf rund 67 Prozent — mit weiterer Kompression in Aussicht, da der Ausbau der KI-Infrastruktur anhält.

Copilot verzeichnete zwar 15 Millionen Nutzer und ein Wachstum von 160 Prozent im Jahresvergleich. Gemessen an der installierten Basis von 450 Millionen Lizenzen ist die Durchdringung jedoch noch gering. Der Markt wartet auf den Beweis, dass sich die Milliardeninvestitionen in konkrete Gewinne übersetzen.

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Das Bewertungsniveau spiegelt diese Unsicherheit wider. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 auf Basis der letzten zwölf Monate handelt Microsoft inzwischen auf dem Niveau eines durchschnittlichen S&P-500-Unternehmens — ein Jahrzehnt-Tief aus mehreren Bewertungsperspektiven. Bei einem Nettogewinn von über 119 Milliarden Dollar in den vergangenen zwölf Monaten ist die Diskrepanz zwischen Geschäftsentwicklung und Aktienkurs ein zentrales Thema unter Analysten.

Britische Kartellbehörde eröffnet Verfahren

Zusätzlichen Gegenwind liefert die britische Wettbewerbsbehörde CMA. Sie kündigte an, ab Mai eine Untersuchung zum „strategischen Marktstatus“ von Microsofts Unternehmenssoftware einzuleiten. Im Fokus stehen unter anderem Lizenzpraktiken bei Windows Server und SQL Server, die den Betrieb auf konkurrierenden Cloud-Plattformen verteuern sollen. Das Verfahren kann bis zu neun Monate dauern und impliziert kein Fehlverhalten. Microsoft erklärte, konstruktiv mit der Behörde zusammenarbeiten zu wollen.

Quartalszahlen am 28. April als Richtungsentscheid

Am 28. April legt Microsoft seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor. Die entscheidende Kennzahl wird das Azure-Wachstum sein. Zeigt sich, dass das Cloud-Geschäft trotz steigender Ausgaben die Margen stabilisieren kann, dürfte das die Debatte um die KI-Renditen neu gewichten. Bleibt das Wachstum hinter den Erwartungen zurück, steht die aktuelle Bewertung erneut auf dem Prüfstand.

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