Am 29. April legt Microsoft nach Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2026 vor. Der Termin kommt zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt: Die Aktie notiert auf einem Bewertungsniveau, das zuletzt vor rund einem Jahrzehnt erreicht wurde.
Was Analysten erwarten
Die Erwartungslatte liegt hoch. Analysten rechnen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,04 Dollar — ein Plus von knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Beim Umsatz peilt Microsoft selbst einen Korridor von 80,65 bis 81,75 Milliarden Dollar an, was einem Wachstum von 15 bis 17 Prozent entspräche. In den vergangenen vier Quartalen übertraf der Konzern die Gewinnerwartungen der Wall Street jeweils.
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Azure bleibt der Dreh- und Angelpunkt
Das eigentliche Nervenzentrum der Ergebnisse ist die Cloud-Sparte. Microsoft hat für das laufende Quartal ein Azure-Wachstum von 37 bis 38 Prozent in konstanten Währungen in Aussicht gestellt. Das klingt solide — und ist dennoch heikel. Nach den Q2-Zahlen im Januar brach die Aktie trotz besser als erwarteter Ergebnisse um fast 10 Prozent ein, weil das Azure-Wachstum von 40 auf 39 Prozent abgebremst hatte. Selbst minimale Abweichungen vom Wachstumspfad können also erhebliche Reaktionen auslösen.
Hinzu kommt die Frage nach den Investitionsausgaben. In den ersten beiden Quartalen des Fiskaljahres 2026 summierte sich der Kapitalaufwand auf rund 72 Milliarden Dollar. Microsoft hat angekündigt, dass die CapEx im dritten Quartal sequenziell sinken sollen — ein Signal, das Anleger genau prüfen werden.
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Breite Analystenunterstützung, aber verhaltene Kursperformance
Von 49 Analysten, die die Aktie beobachten, empfehlen 41 einen starken Kauf. Die Stimmung unter Fachleuten ist damit klar konstruktiv. Im Kurs spiegelt sich das bislang nicht wider: Auf Jahressicht liegt Microsoft mit rund 10 Prozent im Minus und blieb damit weit hinter dem S&P 500 zurück.
Neben Azure werden Anleger am 29. April auch die Entwicklung bei Copilot verfolgen. Im zweiten Quartal zählte Microsoft 365 Copilot 15 Millionen zahlende Nutzer, mit einem Zuwachs von 160 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob dieses Tempo anhält, dürfte die Diskussion rund um die KI-Monetarisierung maßgeblich prägen.
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