Microsoft Aktie: Morgan Stanley sieht 20 Gigawatt bis 2028

Eine neue Analyse von Morgan Stanley hebt das Erlöspotenzial von Microsofts KI-Infrastruktur hervor. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kursplus.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Morgan Stanley Studie bewertet Cloud-Investitionen neu
  • Datencenter-Kapazität soll bis 2028 stark wachsen
  • Aktie legt um 3,4 Prozent zu
  • Cloud-Umsatz steigt um 29 Prozent

Eine neue Analyse von Morgan Stanley rückt das Umsatzpotenzial von Microsofts KI-Infrastruktur in den Mittelpunkt. Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem kräftigen Plus – und übertraf damit die breite Markterholung deutlich. Der Auslöser: eine Neubewertung der milliardenschweren Cloud-Investitionen.

Morgan Stanley sieht deutliches Umsatzpotenzial

Die Bank argumentiert in einer Studie vom 27. Mai, dass Anleger die künftigen Erlöse aus Microsofts KI-Infrastruktur unterschätzen. Derzeit liege der Datencenter-Fußabdruck bei rund 5 Gigawatt (Geschäftsjahr 2024). Bis 2028 soll er auf knapp 20 Gigawatt wachsen. Selbst wenn die Erlöse pro Megawatt von aktuell 20 bis 30 Millionen Dollar auf einen Wert im oberen Zehnerbereich sinken, bleibe Spielraum für höhere Umsatzerwartungen.

Damit verschiebt sich die Debatte: Nicht mehr die Kosten des KI-Ausbaus stehen im Fokus, sondern die Monetarisierung pro Einheit Infrastruktur. Morgan Stanley betont, dass Microsofts Plattform – Azure, Microsoft 365, Dynamics 365 und LinkedIn – von der wachsenden Kapazität direkt profitiere.

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Kursrallye mit Abstand zum Markt

Die Aktie legte am 28. Mai um 3,4 Prozent zu und notierte bei 426,99 Dollar. Zeitweise betrug das Plus sogar 4,1 Prozent. Zum Vergleich: Der S&P 500 gewann am selben Tag nur 0,5 Prozent, der Nasdaq Composite 0,6 Prozent. Die Marktkapitalisierung von rund 3,18 Billionen Dollar verleiht der Aktie eine hohe Indexwirkung – das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 25,4.

Aus Euro-Perspektive notierte Microsoft zuletzt bei 366,45 Euro. Das sind 21,6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 467,45 Euro. Der relative Stärke-Index (RSI 14) liegt bei 41 – die Aktie ist weder überkauft noch überverkauft.

Quartalszahlen untermauern die These

Die jüngsten Geschäftszahlen geben der Morgan-Stanley-Einschätzung Rückenwind:

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  • Cloud-Umsatz: 54,5 Milliarden Dollar (+29 %)
  • Azure-Wachstum: +40 %
  • Operatives Ergebnis: 38,4 Milliarden Dollar (+20 %)
  • Commercial RPO: 627 Milliarden Dollar (+99 %)

Diese Kennzahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Cloud-Diensten und KI-Anwendungen massiv steigt. Der Gesamtumsatz im dritten Geschäftsquartal belief sich auf 82,9 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie auf 4,27 Dollar (plus 23 Prozent).

Was jetzt zählt

Die entscheidende Frage für Anleger ist, ob Microsofts Plattformen die ausgerollte Kapazität in wiederkehrende Cloud-Erlöse umwandeln können. Der jüngste Kurssprung signalisiert, dass der Markt diese Perspektive zumindest vorübergehend honoriert.

Der nächste Meilenstein: die Vorlage der Quartalszahlen für das vierte Geschäftsquartal, voraussichtlich im Juli. Dann wird sich zeigen, ob Azure, Microsoft 365 und Dynamics 365 die Dynamik halten können.

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