Microsoft hat zuletzt starke Quartalszahlen geliefert — und gleichzeitig einen Auftragsbestand in historischer Dimension gemeldet. Der sogenannte Remaining Performance Obligation (RPO) erreichte Ende März 2026 einen Rekordwert von 625 Milliarden US-Dollar. Das ist vertraglich gebundener Umsatz, der noch realisiert werden muss — und ein deutliches Signal dafür, wie stark die Nachfrage nach Microsofts KI- und Cloud-Diensten ist.
Cloud-Geschäft auf Rekordkurs
Erstmals überschritt der Cloud-Umsatz in einem Quartal die Marke von 50 Milliarden Dollar und landete bei 51,5 Milliarden — ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders Azure legte mit 38 Prozent Wachstum kräftig zu. Der Gesamtumsatz des Konzerns belief sich auf 81,27 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 80,28 Milliarden. Auch beim Gewinn je Aktie schlug Microsoft mit 4,14 Dollar die Schätzungen — um 28 Cent.
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Erkauft wird dieses Wachstum allerdings mit massiven Investitionen: Die Kapitalausgaben stiegen im Jahresvergleich um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar pro Quartal. Das Geld fließt vor allem in den globalen Ausbau der KI-Infrastruktur — zuletzt auch in ein Großprojekt in Abilene, Texas, wo Microsoft nach dem Rückzug von OpenAI ein KI-Rechenzentrum mit eigenem Kraftwerk übernimmt.
Neue Software-Stufe für autonome KI
Auf der Produktseite bereitet Microsoft die Einführung von Microsoft 365 E7 vor, intern auch „Frontier Suite“ genannt. Ab dem 1. Mai 2026 soll das Paket allgemein verfügbar sein. Es kombiniert bestehende E5-Sicherheits- und Produktivitätswerkzeuge mit erweiterten Copilot-Lizenzen und der neuen Plattform „Agent 365″, über die Unternehmen autonome KI-Agenten in ihren Datensystemen einsetzen können. Aktuell zählt Microsoft bereits über 15 Millionen zahlende Copilot-Nutzer — eine Basis, die das Unternehmen nun auf das teurere E7-Modell heben will.
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Bewertung und Analysteneinschätzung
Trotz der operativen Stärke steht die Aktie unter Druck. Seit Jahresbeginn hat sie rund 22 Prozent verloren und notiert nahe ihres 52-Wochen-Tiefs. Das Forward-KGV liegt aktuell bei 21,3 — für Microsoft-Verhältnisse eine vergleichsweise günstige Bewertung.
Institutionelle Analysten bleiben dennoch optimistisch: 54 von 57 Empfehlungen lauten auf „Kaufen“ oder „Outperform“, das mittlere Kursziel liegt bei 589,90 Dollar. Entscheidend dürfte sein, ob der Rekord-Auftragsbestand in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich in höhere Margen mündet — denn genau das ist der Punkt, an dem der Markt bislang skeptisch bleibt.
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