Monatelang lastete Skepsis über KI-Ausgaben und Cloud-Wachstum auf der Microsoft-Aktie. Jetzt dreht die Stimmung — und zwar mit Wucht. Innerhalb von nur drei Handelstagen legte das Papier rund zehn Prozent zu, eine der stärksten Kurzzeit-Rallys seit 2020.
Seit dem Tief Ende März hat die Aktie bereits rund 14 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 352,25 Euro — immer noch fast 25 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025. Der Abstand nach oben ist also erheblich, der Rückenwind aber frisch.
Azure-Nachfrage zieht an
Den entscheidenden Impuls lieferte eine KeyBanc-Umfrage unter sogenannten Value-Added-Resellern — Firmen, die Microsoft-Software anpassen und weiterverkaufen. Das Ergebnis: 85 Prozent der Befragten planen, ihre Azure-Ausgaben zu erhöhen. Das ist der höchste Wert seit fünf Quartalen.
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Besonders auffällig ist die Copilot-Adoption. Knapp die Hälfte der Reseller hat Microsofts KI-Assistenten bereits in den Produktivbetrieb überführt — ein Sprung von 14 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. KeyBanc hält an seiner Kaufempfehlung fest und sieht das Kursziel bei 600 Dollar.
Wall Street dreht bullish
Morgan Stanley stützt das Bild. Analyst Keith Weiss sieht Microsoft in einer Pole-Position, um vom wachsenden Generative-AI-Budget der Unternehmen zu profitieren. Laut der hauseigenen CIO-Umfrage planen 92 Prozent der befragten IT-Entscheider, im kommenden Jahr Microsoft-KI-Produkte einzusetzen. Die Bank stuft die Aktie als Top-Pick ein.
Bernstein hatte zuvor Bedenken über die hohen KI-Investitionsausgaben entkräftet. Die Analysten argumentierten, die Lücke zwischen Capex und Umsatzwachstum sei ein Timing-Problem — kein strukturelles. Kursziel: 641 Dollar.
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Bewertung und der Termin am 29. April
Neben dem Sentiment-Umschwung spielt auch die Bewertung eine Rolle. Microsoft handelt derzeit zu einem Forward-KGV von rund 19,5 — etwa ein Drittel unter dem Fünfjahresdurchschnitt, ein Niveau, das zuletzt Mitte der 2010er-Jahre zu sehen war. Das hat schnäppchenjägerische Investoren angelockt.
Das Makroumfeld half ebenfalls: Eine mögliche Entspannung im US-Iran-Konflikt trieb den Technologiesektor an und schob den S&P 500 über die Marke von 7.000 Punkten.
Der nächste harte Test kommt am 29. April. Dann legt Microsoft Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Die Erwartung: 16 Prozent Umsatzwachstum. Ob Azure die Dynamik aus den Umfragen in echte Zahlen übersetzt, wird die Frage sein, die den Kurs danach bestimmt.
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