Hohe Investitionen, schwache Kursentwicklung. Bei Microsoft klaffen KI-Ambitionen und Börsenrealität derzeit auseinander. Am Mittwoch legt der Konzern seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Der Markt fordert nun handfeste Beweise für den Erfolg der Milliardenwetten.
Die Aktie steht unter Druck. Seit Jahresanfang verlor das Papier rund elf Prozent und schloss am Freitag bei 357,35 Euro. Ein RSI-Wert von 28 signalisiert aktuell einen überverkauften Zustand.
Analysten erwarten für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von gut 81 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll bei 4,05 Dollar liegen. Das entspricht einem Wachstum am oberen Ende der Unternehmensprognose.
Azure und der Kapazitätsengpass
Der zentrale Datenpunkt für Investoren bleibt das Cloud-Geschäft. Microsoft stellte zuletzt ein währungsbereinigtes Azure-Wachstum von bis zu 38 Prozent in Aussicht. Laut Morgan Stanley liegt die magische Grenze für den Markt bei 39 Prozent.
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Das Problem ist aktuell nicht die Nachfrage. Die Auftragsbücher sind voll. Der Flaschenhals ist die Rechenkapazität. Die Folge: Es fehlt an KI-Serverinfrastruktur, um die bestehenden Aufträge abzuarbeiten.
Milliarden für die Infrastruktur
Um diesen Engpass zu lösen, nimmt Microsoft viel Geld in die Hand. Im laufenden Geschäftsjahr 2026 könnten die Ausgaben auf über 120 Milliarden Dollar steigen. Allein im letzten Quartal flossen 37,5 Milliarden Dollar in neue Infrastruktur.
Der Löwenanteil fließt in kurzlebige Vermögenswerte wie Grafikprozessoren. Diese Ausgaben betreffen den gesamten Tech-Sektor. Microsoft ist der größte Kunde von Nvidia. Halten die Redmonder an ihren Ausbauplänen fest, stützt das die Nachfrage nach KI-Chips massiv.
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Sinken die Investitionen, wäre das ein Warnsignal. Die Börse belohnt reine KI-Fantasie nicht mehr. Investoren wollen sehen, dass die enormen Kosten verlässliches Wachstum und klare Renditen abwerfen.
Copilot muss Geld verdienen
Hier rückt die Software-Monetarisierung in den Fokus. Im Vorquartal verzeichnete Microsoft 15 Millionen zahlende Nutzer für seinen KI-Assistenten Copilot. Der Markt sucht nun nach Beweisen für eine beschleunigte Akzeptanz jenseits dieser Basis.
Parallel dazu drückt der KI-Ausbau auf die Marge. Die Bruttomarge im Cloud-Geschäft dürfte auf rund 65 Prozent sinken. Barclays rechnet obendrein mit einem deutlichen Rückgang des freien Cashflows im laufenden Jahr.
Trotz der hohen Kosten bleiben Analysten optimistisch. Morgan Stanley bestätigt die Übergewichtung der Aktie mit einem Kursziel von 650 Dollar. Die Experten sehen Microsoft als Hauptprofiteur der anhaltenden Cloud-Transformation. Am Mittwoch nach US-Börsenschluss müssen die Zahlen diese Vorschusslorbeeren rechtfertigen.
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