Microsoft Aktie: Zukunftsperspektiven sind rosig!

Investor Michael Burry kauft Microsoft-Aktien vor den Quartalszahlen und sieht den Softwarekonzern als übermäßig abgestraft an.

Microsoft Aktie
Kurz & knapp:
  • Burry kauft Microsoft vor Quartalszahlen
  • Softwareausverkauf als Einstiegschance
  • Absicherungen gegen den Gesamtmarkt
  • Quartalszahlen am 29. April entscheidend

Michael Burry kauft Microsoft — und das ausgerechnet kurz vor den Quartalszahlen. Der Investor, bekannt durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008, hat seine neue Position am 23. April via Substack offengelegt und damit frischen Schwung in eine Aktie gebracht, die noch immer rund 23 Prozent unter ihrem Rekordhoch vom Juli 2025 notiert.

Bombed-Out: Burrys These zur Software-Schwäche

Auslöser für Burrys Einstieg war der Ausverkauf im Softwaresektor nach enttäuschenden Prognosen von IBM und ServiceNow. Burry sieht darin eine klassische Überreaktion des Marktes. Microsoft bezeichnet er als „bombed-out“ — also übermäßig abgestraft — und hielt an seinen Softwarepositionen fest, statt zu verkaufen. Neben Microsoft baute er Positionen in MSCI, PayPal und Adobe aus: allesamt etablierte Unternehmen mit strukturellen Wettbewerbsvorteilen, die deutlich unter ihren jüngsten Hochs handeln.

Die Positionsgröße bei Microsoft ließ Burry offen — das ist für ihn typisch. Bemerkenswert ist jedoch, dass er parallel seine Absicherungen ausweitet: Put-Optionen machen inzwischen rund fünf Prozent seines Portfolios aus, unter anderem auf den Nasdaq-ETF QQQ, Nvidia und einen Halbleiter-ETF. Burry setzt also gleichzeitig auf ausgewählte Einzelwerte und gegen den breiten Markt.

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Zahlen, Analysten, Erwartungen

Die Aktie hat sich seit ihrem Tief Ende März um knapp 16 Prozent erholt, liegt auf Jahressicht aber noch rund elf Prozent im Minus. TD Cowen bleibt konstruktiv: Die Investmentbank hält ihr „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 540 Dollar aufrecht — das entspräche einem Aufwärtspotenzial von fast 30 Prozent. Begründung: Die generative KI-Adoption bei Unternehmenskunden trete in eine „kritische zweite Phase“ ein, in der Experimente in vollständige Deployments übergehen. Die Wachstumserwartung für das Office-365-Cloudgeschäft hob TD Cowen auf 15 Prozent jährlich bis Ende des Jahrzehnts an.

Von 49 Analysten, die Microsoft abdecken, empfehlen 41 einen starken Kauf, vier einen moderaten Kauf — nur vier raten zum Halten.

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Quartalszahlen am 29. April als Schlüsselmoment

Am 29. April veröffentlicht Microsoft nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Analysten erwarten einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,04 Dollar — ein Plus von knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In den vergangenen vier Quartalen hat Microsoft die Erwartungen jedes Mal übertroffen.

Im Fokus stehen zwei Themen: die Monetarisierung von KI-Investitionen und die Zusammensetzung des Cloud-Auftragsbestands. Azure wuchs in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres jeweils um mindestens 39 Prozent — schnell genug, um Kapazitätsengpässe zu provozieren. Kritischer Punkt: 45 Prozent des gesamten Auftragsbestands von 625 Milliarden Dollar entfallen auf OpenAI allein, und der KI-Assistent Copilot hat bislang nicht die erhoffte Dynamik entwickelt. Das Management wird am Dienstag liefern müssen — Burry hat seine Wette bereits platziert.

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Über Dieter Jaworski 3405 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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