Microvision Aktie: 10,72-Prozent-Crash auf 0,34 Euro

MicroVision-Aktie fällt auf Rekordtief vor Aktionärsabstimmung über Reverse Stock Split zur Nasdaq-Rettung.

Microvision Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Reverse Stock Split beantragt
  • Aktionäre stimmen im Juli ab
  • Hohe Volatilität und Kursverluste

Die Talfahrt bei MicroVision setzt sich ungebremst fort. Am Freitag erreichte die Aktie mit 0,34 Euro ein neues 52-Wochen-Tief – ein Minus von 10,72 Prozent an einem einzigen Tag. Seit Jahresbeginn hat das Papier über 55 Prozent verloren. Der Abstand zum Juli-Hoch von 1,28 Euro beträgt inzwischen fast 74 Prozent.

Der Auslöser der jüngsten Kursverluste liegt im Unternehmen selbst. MicroVision hat bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Reverse Stock Split beantragt. Die Aktien sollen im Verhältnis 1:5 bis 1:15 zusammengelegt werden. Ziel ist es, den Mindestkurs für die Nasdaq-Notierung wieder zu erreichen. Ohne diesen Schritt droht dem Technologieunternehmen aus Redmond der Rauswurf aus dem Börsensegment.

Die Aktionäre stimmen im Juli 2026 über die Kapitalmaßnahme ab. CEO Glen W. de Vos bezeichnet die Zusammenlegung als notwendig, um die Notierung zu sichern. Für Anleger bedeutet ein Reverse Split in dieser Größenordnung jedoch eine massive Verwässerung der Aktienanzahl – ohne dass sich der Unternehmenswert dadurch verändert.

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Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 128 Millionen US-Dollar. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität beträgt 134 Prozent – ein klares Zeichen extremer Unsicherheit. Der RSI von 30,1 signalisiert bereits überverkaufte Niveaus, doch ein Boden ist damit noch nicht garantiert.

Die nächste Weichenstellung erfolgt im Juli. Scheitert die Split-Abstimmung, droht das Delisting. Kommt sie zustande, bleibt der Aktienkurs zunächst künstlich gestützt – doch das eigentliche Problem, die schwache operative Entwicklung, bleibt bestehen.

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Über Dieter Jaworski 4690 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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