Die Hauptversammlung von Mister Spex ist glatt gelaufen. Rund 68 Prozent des Grundkapitals waren vertreten, alle Beschlussvorschläge des Managements wurden mit großer Mehrheit angenommen. Die Aktionäre bestätigten Nicole Srock.Stanley im Aufsichtsrat und wählten Dr. Michael Ahrens neu in das Kontrollgremium.

Das Unternehmen steht vor einer entscheidenden Phase. Die operative Wende soll gelingen – trotz schwacher Konsumstimmung.

Erste Erfolge in der Ergebnisrechnung

CEO Tobias Krauss und CFO Benjamin von Schenck präsentierten auf der Versammlung die Quartalszahlen. Die zeigen Licht und Schatten. Das bereinigte EBITDA stieg in Q1 2026 auf 1,3 Millionen Euro. Die Bruttomarge verbesserte sich um rund 230 Basispunkte auf 59 Prozent.

Gleichzeitig läuft nicht alles rund. Das Online-Geschäft brach um 19 Prozent ein. Laut Unternehmen ist das kein Zufall, sondern Teil der Strategie: weniger Rabattaktionen, mehr Umsatzqualität. Zudem hatte Mister Spex unprofitable Auslandsshops bereits im zweiten Halbjahr 2025 geschlossen.

Store-Netzwerk wächst

Die Filialen entwickeln sich besser. Der flächenbereinigte Umsatz der bestehenden Stores stieg um sieben Prozent. Insgesamt betreibt Mister Spex nun 67 eigene Läden in Deutschland. Im April kam eine Neueröffnung in Hamburg-Bergedorf hinzu.

Die Aktie reagiert verhalten. Sie notiert bei 1,15 Euro, ein Minus von 8,4 Prozent an diesem Freitag. Der Kurs liegt rund 46 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,12 Euro. Die Marktkapitalisierung beträgt 41,5 Millionen Euro.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 steht. Das Management erwartet eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen Break-even und einem mittleren einstelligen Prozentbereich. Vier strukturelle Treiber sollen das Geschäft widerstandsfähiger machen: moderne IT-Systeme, Prozessautomatisierung, agile Strukturen und eine schlankere Organisation. Ob die Wende gelingt, entscheidet sich in den kommenden Quartalen.