Moderna-Chef Stéphane Bancel sieht für den personalisierten Krebsimpfstoff-Ansatz mögliche Anwendungen über das Melanom hinaus. Das sagte er am Montag einem Bericht von STAT zufolge. Die Aktie stieg gestern um 4,9%; Medienberichten zufolge unterstützten ein freundlicher Gesamtmarkt und positive Impulse aus dem Biotechnologiesektor die Bewegung.
Bancel blickt über das Melanom hinaus
Bancels Aussage beschreibt das mögliche Einsatzgebiet des Ansatzes, dessen Phase-3-Ergebnisse beim Melanom Moderna und Merck auf dem ESMO-Kongress vorgestellt hatten. Die Studie INTerpath-001 verglich Intismeran autogene in Kombination mit Keytruda mit einer Behandlung allein mit Keytruda.
Laut Reuters verringerte die Kombination das Risiko eines Rückfalls oder Todes um 42%. Das Risiko von Fernmetastasen oder Tod sank gegenüber der Vergleichsbehandlung um 38%. Die Ergebnisse beziehen sich auf Patienten mit Hochrisiko-Melanom.
Die Daten zum Gesamtüberleben waren noch nicht ausgereift. Die Unternehmen erklärten, sie stünden mit den Zulassungsbehörden über die nächsten Schritte im Austausch. Moderna veranstaltete im Anschluss an die ESMO-Präsentation zudem eine Investorenveranstaltung zum Onkologiegeschäft.
Reuters berichtete über deutliche Kursverluste nach Veröffentlichung der detaillierten Studiendaten. Analysten bezeichneten die Reaktion als Gewinnmitnahmen nach Bekanntwerden der Nachricht; Moderna und Merck hatten die Ergebnisse veröffentlicht, nachdem sie zuvor online durchgesickert waren.
Bewertung und Vermarktung bleiben im Blick
Analyst Myles Minter erklärte, die Phase-3-Melanomdaten könnten einen neuen Behandlungsstandard unterstützen, sofern die kommerzielle Einführung gelingt.
Als nächsten angekündigten Finanztermin nennt Moderna den 6. November 2026. Dann will das Unternehmen seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegen.
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