Der Biotech-Riese Moderna hat seine Anleger zuletzt mit einer Achterbahnfahrt überrascht. Erst der Absturz um über 7% nach beunruhigenden Berichten über mögliche Impfstoff-Nebenwirkungen, dann die schnelle Erholung dank positiver Studiendaten. Doch kann das Unternehmen die jüngsten Turbulenzen hinter sich lassen und wieder Vertrauen aufbauen?

Starke Immunantwort überzeugt die Märkte

Am Dienstag sorgte Moderna für Aufatmen: Die aktualisierten Studiendaten zum COVID-19-Impfstoff Spikevax® zeigten eine beeindruckende Wirksamkeit gegen die LP.8.1-Variante. In der laufenden Phase-4-Studie registrierten die Forscher bei Risikopatienten zwischen 12 und 64 Jahren sowie allen Erwachsenen ab 65 Jahren durchschnittlich eine mehr als achtfache Erhöhung der neutralisierenden Antikörper.

Das Sicherheitsprofil blieb dabei unverändert – ein entscheidender Punkt nach den jüngsten Kontroversen. Die Märkte reagierten prompt: Die Aktie schoss um knapp 5% nach oben und schloss bei 24,84 Dollar mit einem Plus von 4,02%.

Perfektes Timing zur Impfsaison

Die Studienergebnisse kommen zur rechten Zeit. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte grünes Licht für die 2025-2026-Formel bereits auf Basis von Vorklinikdaten gegeben – jetzt liefert Moderna die menschliche Validierung nach. Besonders relevant: Die Zentren für Krankheitskontrolle melden aktuell hohe COVID-19-Aktivität im Abwasser, wobei die LP.8.1-Variante dominiert.

Das internationale Rollout läuft bereits: Kanada, Europa, Japan und die Schweiz haben den aktualisierten Impfstoff bereits zugelassen.

Entscheidende Tage stehen bevor

Die kommenden Termine werden zeigen, ob Moderna den Schwung halten kann. Am 17. September steht eine Senatsanhörung an, gefolgt von den CDC-Beratungen am 18. und 19. September. Dort könnte es neue Impfempfehlungen geben. Die Quartalszahlen Ende Oktober werden dann zeigen, ob sich die klinischen Erfolge auch kommerziell auszahlen.