Die Moderna-Aktie verzeichnete am Mittwoch einen Kurssprung von 15,84 Prozent auf 49,81 US-Dollar an der NASDAQ. Vorbörslich am Donnerstag setzte sich die Aufwärtsbewegung mit einem Plus von 4,18 Prozent auf 51,89 US-Dollar fort. Innerhalb von zwölf Monaten legte der Titel fast 40 Prozent zu. Doch was steckt hinter dieser bemerkenswerten Rallye?
Durchbruch in der Krebstherapie nach fünf Jahren
Der Kursanstieg folgt auf die Veröffentlichung von Langzeitdaten aus der Phase-2b-Studie KEYNOTE-942. Moderna und Merck präsentierten am Dienstag Ergebnisse nach fünf Jahren Beobachtungszeit. Die Kombination aus dem experimentellen mRNA-Impfstoff Intismeran Autogene und Mercks Keytruda zeigte bei Patienten mit vollständig entferntem Hochrisiko-Melanom der Stadien III und IV beeindruckende Resultate.
Die Therapie verringerte das Risiko für Krankheitsrückfall oder Tod um 49 Prozent gegenüber einer Keytruda-Einzelbehandlung. Die Hazard Ratio lag bei 0,510 mit einem einseitigen nominalen p-Wert von 0,0075. Diese Zahlen belegen einen dauerhaften Behandlungsvorteil über einen Zeitraum von fünf Jahren.
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Ausbau der Krebspipeline trotz US-Gegenwind
Die positiven Studiendaten kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. CEO Stephane Bancel erklärte am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos gegenüber Bloomberg TV, dass Moderna keine neuen Impfstoff-Studien der späten Phase mehr plant. Grund ist die wachsende Opposition gegen Impfungen von US-Behörden unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., einem bekannten Impfgegner.
„Man kann keine Rendite erzielen, wenn man keinen Zugang zum US-Markt hat“, so Bancel. Regulatorische Verzögerungen und fehlende behördliche Unterstützung machten die Marktgröße „deutlich kleiner“. Die Aktie reagierte dennoch mit einem Kurssprung von 10,16 Prozent am Donnerstagmorgen.
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Fokus auf Onkologie statt klassische Impfstoffe
Moderna setzt nun verstärkt auf die Krebstherapie. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in seine onkologische Plattform und treibt acht Phase-2- und Phase-3-Studien zu verschiedenen Tumorarten voran. Die Phase-3-Studie zur adjuvanten Melanombehandlung gilt als nächster wichtiger Meilenstein.
Für zahlreiche Melanompatienten der Stadien III und IV besteht nach der Operation ein erhebliches Rückfallrisiko. Das Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie stimmt weiterhin mit früheren Studienphasen überein. Die Merck-Aktie legte am Mittwoch moderat um 1,52 Prozent auf 111,11 US-Dollar zu.
Technische Warnsignale nach steiler Rallye
Trotz der fundamentalen Fortschritte mehren sich charttechnische Warnsignale. Nach der steilen Kursbewegung seit Jahresbeginn könnte eine Konsolidierungsphase anstehen. Die Frage bleibt: Kann der Krebsimpfstoff-Erfolg die Verluste im klassischen Impfstoffgeschäft kompensieren?
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