Hohe Erwartungen haben Moderna trotz positiver Studiendaten einen kräftigen Rückschlag an der Börse eingebrockt. Nach Reuters-Angaben verlor die Aktie am Donnerstag mehr als 25%, weil Anleger nach der vorangegangenen Rally Gewinne mitnahmen. Am Freitag sank das Papier um 1,1%; damit setzte sich der Kursrückgang in geringerem Tempo fort.
Reuters zufolge waren die Ergebnisse vorzeitig auf Oncology Central erschienen, bevor die geplante Präsentation stattfinden sollte. Moderna und Merck veröffentlichten die Daten daraufhin früher. Die Nachrichtenagentur führte den Ausverkauf auf bereits eingepreiste hohe Erwartungen zurück.
Höheres Kursziel ohne Kaufempfehlung
Bereits am Mittwoch hatte TD Cowen das Kursziel für Moderna von $40 auf $90 angehoben. Analyst Tyler Van Buren behielt die Einstufung „Halten“ bei. Die deutlich höhere Zielmarke ging damit nicht mit einer positiveren Anlageempfehlung einher.
Klinischer Erfolg mit offenen Langzeitdaten
Die Kombination aus intismeran autogene und Pembrolizumab verringerte in der Phase-3-Studie das Risiko eines Rückfalls oder Todes gegenüber Pembrolizumab allein um 42%. Untersucht wurden Patienten mit operativ entferntem Melanom.
Das Risiko von Fernmetastasen oder Tod sank nach Angaben von Moderna und Merck um 38%. Die Unternehmen erklärten, dass sie sich mit den Zulassungsbehörden austauschen.
Moderna berichtete gestern ergänzend über eine statistisch signifikante Verbesserung des rückfallfreien Überlebens bei einer medianen Nachbeobachtung von 24,6 Monaten. Die Daten zum Gesamtüberleben sind allerdings noch nicht ausgereift.
Der nächste angekündigte Finanztermin ist der 6. November 2026. Dann will Moderna seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegen.
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