MongoDB hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen – und die Prognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Der Treiber ist kein Geheimnis mehr: Künstliche Intelligenz sorgt für eine massive Nachfrage nach der Cloud-Datenbank. Die Aktie reagiert entsprechend.
Am Freitag notiert das Papier bei 290,00 Euro, ein Plus von 3,87 Prozent. Damit setzt sich die Erholung der vergangenen Wochen fort. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 281,75 Euro – die Aktie hat diese Marke wieder überschritten.
Quartalszahlen überraschen positiv
Der Softwareanbieter erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 687,6 Millionen Dollar. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Analysten hatten im Schnitt mit 664,5 Millionen Dollar gerechnet.
Noch deutlicher fällt der Gewinn aus: Mit bereinigten 1,32 Dollar je Aktie lag MongoDB klar über der Prognose von 1,18 Dollar. Auch auf GAAP-Basis schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen – 4,4 Millionen Dollar Gewinn.
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Die Cloud-Datenbank Atlas bleibt der wichtigste Wachstumsmotor. Der Umsatz stieg um 29 Prozent, auf 75 Prozent des Gesamtumsatzes.
Prognose angehoben, KI als Treiber
Das Management zeigt sich zuversichtlich. Für das Gesamtjahr erwartet MongoDB nun einen Umsatz zwischen 2,92 und 2,96 Milliarden Dollar. Bisher waren 2,86 bis 2,90 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.
Auch die Gewinnprognose steigt: Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 5,95 bis 6,14 Dollar liegen. Zuvor waren es 5,75 bis 5,93 Dollar.
CEO CJ Desai nennt einen klaren Grund: Die Nachfrage nach der MongoDB-Plattform sei bei Unternehmen stark – vor allem bei KI-Anwendungen. Die integrierte Vektorsuche werde zunehmend für KI-gestützte Programme genutzt.
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Volatiler Handel nach Zahlen
Die Marktreaktion war zunächst verhalten. Nach der Veröffentlichung fiel die Aktie im nachbörslichen Handel um bis zu 17 Prozent. Grund könnten Bedenken über eine Verlangsamung in einzelnen Segmenten gewesen sein.
Dann drehte der Kurs. Die Anleger erkannten die starken Zahlen und die angehobene Prognose. Im regulären Handel legte das Papier kräftig zu.
Kennzahlen signalisieren Rückenwind
Drei interne Metriken untermauern die Zuversicht:
- Restliche Leistungsverpflichtungen: Sie stiegen auf 1,46 Milliarden Dollar – ein Plus von 88 Prozent im Jahresvergleich. Das signalisiert hohe Vertragsabschlüsse.
- Freier Cashflow: Mit 197,5 Millionen Dollar im Quartal zeigt MongoDB operative Stärke.
- Liquidität: Rund 2,4 Milliarden Dollar in bar und kurzfristigen Anlagen geben finanzielle Flexibilität.
Die Aktie bleibt mit einem Abstand von 23 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 377,10 Euro unter Druck, liegt aber 74 Prozent über dem Jahrestief. Der RSI von 73 signaliert kurzfristig eine überkaufte Lage – für Anleger, die auf Einstiegschancen achten, könnte die aktuelle Volatilität eine Gelegenheit bieten.
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