Die Aktie des größten Seltene-Erden-Produzenten der westlichen Hemisphäre erlebte am Freitag einen dramatischen Einbruch von über 10%. Nach einer beeindruckenden Rallye, die das Papier in die Nähe seiner Rekordhochs katapultiert hatte, setzten nun Gewinnmitnahmen ein.

Der Kursrutsch folgt auf eine Phase extremer Volatilität. Erst am Donnerstag hatte die Aktie noch über 8% zugelegt und damit ihre spektakuläre Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Was steckt hinter dieser abrupten Kehrtwende?

Pentagon-Deal als Kurstreiber

Die jüngste Rallye war maßgeblich von strategischen Partnerschaften befeuert worden, die das Unternehmen im Juli 2025 geschlossen hatte. Der Durchbruch: Eine milliardenschwere Public-Private-Partnership mit dem US-Verteidigungsministerium zum Aufbau einer kompletten amerikanischen Seltene-Erden-Magnetlieferkette.

Die Eckdaten des Pentagon-Deals:
• 400 Millionen Dollar Investition vom Verteidigungsministerium
• 15% Anteil macht die US-Regierung zum größten Einzelaktionär
• 10-Jahres-Abnahmevertrag für Magnete gesichert
• Preisgarantie von 110 Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym-Produkte

Apple-Partnership verstärkt Momentum

Zusätzlichen Rückenwind lieferte eine 500-Millionen-Dollar-Partnerschaft mit Apple zur Lieferung recycelter Seltene-Erden-Materialien. Die Kombination beider Mega-Deals sorgte im September für eine Welle positiver Analystenbewertungen, die den Kursanstieg weiter anheizte.

Gewinnmitnahmen nach 140%-Rally

Der aktuelle Rücksetzer spiegelt eine Marktkorrektur nach einem rasanten Kursanstieg von über 140% seit Bekanntgabe der Regierungsinvestition wider. Trotz garantierter Umsatzströme und strategischer Unterstützung befindet sich das Unternehmen noch in einer kapitalintensiven Investitionsphase mit operativen Verlusten.

Die nächste Bewährungsprobe steht mit dem Quartalsbericht um den 6. November an. Dann wird sich zeigen, wie erfolgreich die Expansion und Integration der neuen Partnerschaften voranschreitet.