Auf den ersten Blick wirkt der Kursverlauf von MP Materials wie ein klassischer Absturz. Die Aktie hat sich von ihren Höchstständen halbiert, während das traditionelle Minengeschäft scheinbar wegbricht. Hinter dieser Entwicklung steckt jedoch kein geschäftlicher Misserfolg, sondern ein fundamentaler Identitätswechsel. Das Unternehmen baut sich derzeit mit Milliardenaufwand zu einem industriellen Schwergewicht um.
Abschied vom China-Geschäft
Mitte vergangenen Jahres traf das Management eine Entscheidung, die kurzfristig schmerzhaft ausfiel. MP Materials stoppte den Verkauf von Seltenerdkonzentraten nach China und schnitt sich damit bewusst von seiner bisherigen Hauptnahmequelle ab. Auf dem Papier führte dies im vierten Quartal zu einem Umsatzrückgang im Materialsegment von über 40 Prozent. Anstatt das Roherz für geringe Margen nach Übersee zu verschiffen, lagert das Unternehmen das Material nun am Standort Mountain Pass ein. Es dient als Futter für die neue Magnetfabrik im texanischen Fort Worth.
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Erste Erfolge und staatliche Stütze
Dieser Wandel vom reinen Minenbetreiber zum Produzenten schlägt sich inzwischen in den Büchern nieder. Die texanische Anlage ist kein Zukunftsprojekt mehr, sondern lieferte im Schlussquartal bereits 21,9 Millionen US-Dollar Umsatz und ein positives operatives Ergebnis (EBITDA). Für das Gesamtjahr 2025 stand ein bereinigtes EBITDA von 11,4 Millionen US-Dollar in der Bilanz – eine deutliche Erholung gegenüber dem Vorjahresverlust von 50,2 Millionen US-Dollar.
Ein entscheidendes Detail trübt das Bild allerdings leicht. Die aktuelle Profitabilität stützt sich massiv auf staatliche Hilfen. Ohne Einnahmen aus Preisschutzabkommen in Höhe von 51 Millionen US-Dollar wäre das operative Ergebnis im vierten Quartal negativ ausgefallen.
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Apple-Vorschuss und die 10X-Wette
Dass die produzierten Magnete höchsten industriellen Ansprüchen genügen, zeigt ein aktueller Deal. Apple leistete eine Vorauszahlung von rund 32 Millionen US-Dollar im Rahmen eines langfristigen Liefervertrags. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, nimmt MP Materials nun extrem viel Geld in die Hand. Bis 2028 entsteht für 1,25 Milliarden US-Dollar die sogenannte „10X Facility“ in Northlake, Texas. Diese soll die Produktionskapazität auf rund 10.000 Tonnen pro Jahr hochschrauben. Das Risiko dieses gigantischen Ausbaus wird durch das US-Verteidigungsministerium abgefedert, welches die komplette Abnahme der dort produzierten NdFeB-Magnete garantiert.
Für das laufende Jahr 2026 plant das Management mit Kapitalausgaben zwischen 500 und 600 Millionen US-Dollar, um den Bau der neuen Anlage und weitere Recycling-Initiativen voranzutreiben. Analysten rechnen damit, dass sich der Umsatz durch diese Kapazitätserweiterungen bis Ende 2026 auf 508 Millionen US-Dollar verdoppeln wird. Bis Mitte dieses Jahres steht zudem die Inbetriebnahme neuer Anlagen zur Trennung schwerer Seltenerden an, was die Basis für die geplante Ausweitung der Magnetproduktion für Kunden wie General Motors bildet.
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