Der Pharmakonzern aus Rahway legte am Montag um 3,85 Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im Mega-Cap-Segment. Verantwortlich für die positive Stimmung: neue klinische Daten aus der Krebsforschung.
Vom 6. bis 9. Dezember 2024 wird MSD auf dem Jahrestreffen der American Society of Hematology (ASH) in Orlando mehr als 20 Studien-Abstracts präsentieren. Im Fokus stehen dabei erstmals Daten zu mehreren Prüfsubstanzen aus der hämatologischen Pipeline.
Drei Kandidaten im Rampenlicht
Die Investoren reagierten besonders auf drei Wirkstoffe: MK-1045, ein CD19xCD3 T-Zell-Engager für Leukämie- und Lymphom-Patienten, zeigt erste Ergebnisse aus einer Phase-1b/2-Studie bei rezidivierter oder refraktärer B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie. Der LSD1-Inhibitor Bomedemstat wird mit Daten aus der Phase-2-Studie Shorespan-004 aufwarten – hier geht es um Polyzythämie-vera-Patienten, die auf Standardtherapien nicht ansprechen.
Besonders interessant: Nemtabrutinib, ein nicht-kovalenter BTK-Inhibitor. Hier werden aktualisierte Resultate bei chronischer lymphatischer Leukämie erwartet, einschließlich einer Analyse erworbener Resistenzmechanismen. Für diesen Wirkstoff laufen bereits zwei Phase-3-Studien.
Pipeline unter Hochdruck
Mit einer Marktkapitalisierung von 242,6 Milliarden Dollar baut MSD seine Onkologie-Führung systematisch aus. Neben Nemtabrutinib befinden sich auch zwei Studien zu Bomedemstat bei essenzieller Thrombozythämie in der entscheidenden Phase 3.
Das Unternehmen setzt dabei auf neuartige Modalitäten: Zilovertamab Vedotin etwa, ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen ROR1, wird bei verschiedenen B-Zell-Malignomen getestet. Kann MSD damit seine Dominanz im Krebsmarkt weiter ausbauen?
Jenseits der Onkologie
Parallel gab es kürzlich positive Signale aus anderen Bereichen: Die FDA genehmigte eine Keytruda-Kombinationstherapie für Blasenkrebs-Patienten, die keine Cisplatin-basierte Chemotherapie erhalten können. Eine Phase-3-Studie zum HIV-Medikament Doravirine/Islatravir erreichte ihren primären Wirksamkeitsendpunkt.
Zudem zeigte WINREVAIR in Phase 2 eine signifikante Reduktion des pulmonalen Gefäßwiderstands bei bestimmten Herzinsuffizienz-Typen. Die Pipeline läuft auf Hochtouren – und der Markt honoriert das mit einer Dividendenrendite von 3,48 Prozent.
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