MSD Aktie: Krebsimpfstoff liefert spektakuläre Langzeitdaten

Die Kombinationstherapie aus Intismeran Autogene und Keytruda senkt das Rückfallrisiko bei Melanompatienten um 49%. Analysten bewerten die Pipeline und heben Kursziele an.

MSD Aktie
Kurz & knapp:
  • Langzeitdaten zeigen 49% geringeres Rückfallrisiko
  • Acht laufende Studien zu verschiedenen Krebsarten
  • Analysten erhöhen Kursziele für MSD-Aktie
  • Starke Dividendenhistorie und solide Bewertung

Die MSD-Aktie verlor am Freitag 1,93% und notierte bei 108,83 Dollar – doch die jüngsten Studienergebnisse könnten die Richtung bald ändern. Gemeinsam mit Moderna präsentierte der Pharmakonzern am Dienstag Fünfjahresdaten, die aufhorchen lassen: Die Kombination aus dem experimentellen Krebsimpfstoff Intismeran Autogene und dem Blockbuster Keytruda reduziert das Rückfallrisiko bei Hochrisiko-Melanompatienten um 49% im Vergleich zur Keytruda-Monotherapie.

Die Phase-2b-Studie KEYNOTE-942 zeigt damit eine bemerkenswerte Langzeitwirkung. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren lag die Hazard Ratio für das rückfallfreie Überleben bei 0,510 – ein Wert, der die klinisch bedeutsame Verbesserung unterstreicht. Die Daten bauen auf frühere positive Zwischenergebnisse nach zwei und drei Jahren auf.

Acht Studien laufen bereits

MSD und Moderna treiben die Entwicklung mit Hochdruck voran. Aktuell laufen acht Phase-2- und Phase-3-Studien, die die Kombination bei verschiedenen Krebsarten testen – darunter nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, Blasenkrebs und Nierenzellkarzinom. Die entscheidende Phase-3-Studie zur adjuvanten Melanom-Behandlung ist vollständig rekrutiert. Ergebnisse werden in absehbarer Zeit erwartet.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei MSD?

„Diese Fünfjahresdaten sind ermutigend“, kommentierte Dr. Marjorie Green, Senior Vice President bei MSD. Das Unternehmen setzt große Hoffnungen auf das INTerpath-Entwicklungsprogramm, das Tumorarten mit erheblichem ungedecktem Bedarf adressieren soll.

Analysten heben Kursziel an

TD Cowen reagierte und erhöhte das Kursziel von 100 auf 120 Dollar – behielt aber die Hold-Einschätzung bei. Die Analysten bezeichnen MSD zwar als „großartiges Unternehmen“, sehen aber Zweifel am Wachstumspotenzial. Ihre These: Relative Bewertungsmultiplikatoren erreichen typischerweise zwei Jahre vor wichtigen Patentabläufen ihren Tiefpunkt – für MSD wäre das Ende 2026.

UBS zeigt sich optimistischer und bestätigte das Buy-Rating mit einem Kursziel von 130 Dollar. Die Investmentbank hebt besonders die Pipeline an Krebsmedikamenten hervor, allen voran den kürzlich von der FDA mit einem Priority-Voucher ausgezeichneten Kandidaten Sac-TMT.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei MSD?

Breites Standbein im Onkologie-Bereich

Parallel startete MSD eine Phase-3-Studie mit Calderasib in Kombination mit Keytruda QLEX bei fortgeschrittenem nicht-squamösem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Die Bewertungskennzahlen sprechen für sich: Bei einer Marktkapitalisierung von 270 Milliarden Dollar liegt das KGV bei 14,49 – InvestingPro stuft die Aktie als unterbewertet ein.

Die fundamentale Stärke zeigt sich auch in der Dividendenpolitik: 55 Jahre ununterbrochene Ausschüttungen mit aktueller Rendite von 3,12%. In den vergangenen sechs Monaten legte die Aktie um 39% zu. Das Patentgerangel mit Arbutus Biopharma endete kürzlich mit einem Erfolg für MSD und Moderna – das Europäische Patentamt widerrief ein Schlüsselpatent von Arbutus.

Zudem kursieren Gerüchte über eine mögliche Übernahme von Revolution Medicines, was das Krebsmedikamenten-Portfolio weiter stärken würde.

MSD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue MSD-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:

Die neusten MSD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MSD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

MSD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Über Felix Baarz 1529 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.