Der Iran-Konflikt trifft MTU Aero Engines an einer empfindlichen Stelle. JPMorgan sieht den Triebwerkshersteller stärker gefährdet als andere Luftfahrtwerte — und der Markt reagiert entsprechend.
Aftermarket im Visier
Analyst David Perry von JPMorgan ließ seine „Overweight“-Einstufung mit Kursziel 465 Euro zwar unverändert, betonte aber die wachsenden Risiken durch den Iran-Konflikt. Konkret: Die Blockade der Straße von Hormus könnte Lieferketten und den Ersatzteilmarkt für Triebwerke härter treffen als das Neugeschäft von Airbus. Gerade das MRO-Geschäft — Wartung, Reparatur, Überholung — gilt bei MTU als wichtigster Margentreiber. Gerät dieser Bereich ins Stocken, spürt das Unternehmen es direkt im Ergebnis.
Kurs weit unter Durchschnitt
Die Aktie hat in den vergangenen sieben Handelstagen knapp neun Prozent verloren und schloss zuletzt bei 300,10 Euro. Das ist rund 25 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 401,80 Euro, das im Februar markiert wurde — und liegt auch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 364,70 Euro. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf fast 20 Prozent.
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Marktbeobachter verweisen neben der JPMorgan-Studie auf eine generelle Zurückhaltung vor den anstehenden Quartalszahlen. Wer stark von stabilen globalen Verkehrsströmen abhängt, reagiert eben früh auf geopolitische Störfeuer.
Was die Zahlen sagen
Die fundamentale Basis ist dabei nicht schwach. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die bereinigte EBIT-Marge bei 15,5 Prozent, für 2026 peilt MTU einen Umsatz von bis zu 9,7 Milliarden Euro an. Das gibt einigen Analysten Grund, die aktuelle Korrektur als übertrieben zu werten.
Die Q1-Zahlen sollen Ende April veröffentlicht werden — dann wird das Management erstmals konkret Stellung nehmen müssen, wie stark die Nahost-Spannungen die Logistik und Instandsetzungsintervalle tatsächlich belasten. Im Mai folgt die Hauptversammlung, auf der über den vorgeschlagenen Dividende von 3,60 Euro je Aktie für das abgelaufene Jahr abgestimmt werden soll.
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