MTU Aktie: Milliarden-Manöver läuft!

Der Triebwerksbauer MTU tauscht eine alte Wandelanleihe gegen eine neue aus, optimiert so seine Kapitalstruktur und reduziert das Verwässerungsrisiko für Aktionäre.

MTU Aero Engines Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue Wandelanleihe über 600 Millionen Euro
  • Rückkauf alter Schuldverschreibung mit Aufschlag
  • Optimierung des Fälligkeitsprofils der Verbindlichkeiten
  • Aktienkurs zeigt kaum Reaktion auf Ankündigung

Der DAX-Konzern setzt zum großen Schuldenschachzug an. Am 8. Januar 2026 kündigte MTU Aero Engines die Ausgabe einer neuen Wandelanleihe über 600 Millionen Euro an – gleichzeitig will der Triebwerksbauer die alte, 2027 fällige Wandelschuldverschreibung über 500 Millionen Euro vorzeitig vom Markt nehmen. Was steckt hinter diesem Finanzmanöver?

Die neue Wandelanleihe läuft bis Juli 2033 und bietet Investoren einen Zinssatz zwischen 0,125 und 0,625 Prozent pro Jahr. Der Clou: Die Rückzahlung erfolgt zu 105 Prozent des Nennbetrags, was einer Rendite zwischen 0,77 und 1,26 Prozent entspricht. Der Wandlungspreis liegt mit einer Prämie von 42,5 bis 47,5 Prozent deutlich über dem aktuellen Aktienkurs – gemessen am volumengewichteten Durchschnittskurs auf XETRA vom 8. Januar 2026.

Rückkauf mit Aufschlag

Parallel lockt MTU die Inhaber der alten Wandelanleihe mit einem attraktiven Angebot: 118,30 Prozent des Nennbetrags plus aufgelaufene Zinsen von 41,64 Euro je Schuldverschreibung. Das entspricht 118.300 Euro für jede 100.000-Euro-Anleihe. Die Verkaufsaufforderung endete bereits am 8. Januar um 17:30 Uhr, die Abwicklung soll um den 16. Januar erfolgen.

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Der Triebwerksspezialist verfolgt damit ein klares Ziel: Die Kapitalstruktur optimieren und das Verwässerungsrisiko für Aktionäre eliminieren. Denn bei Wandelanleihen besteht immer die Gefahr, dass Investoren ihre Schuldtitel in Aktien umtauschen – was die Zahl der ausstehenden Papiere erhöht und den Wert jeder einzelnen Aktie verwässert.

Was heißt das für die Aktie?

Die Bezugsrechte der Aktionäre werden ausgeschlossen, die Platzierung erfolgt ausschließlich bei institutionellen Investoren außerhalb der USA. MTU nutzt dafür eine Ermächtigung der Hauptversammlung aus 2021. Ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren soll noch am 8. Januar die finalen Konditionen festzurren.

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Interessant: MTU verpflichtet sich zu einer Lock-up-Periode von 90 Tagen – in dieser Zeit dürfen keine neuen Aktien ausgegeben werden. Die Gesellschaft behält sich zudem das Recht vor, die neue Wandelanleihe ab August 2031 vorzeitig zurückzuzahlen, wenn der Wert der Stammaktien mindestens 130 Prozent des aufgezinsten Rückzahlungsbetrags erreicht.

Am Aktienmarkt nahm man die Nachricht gelassen auf. Die Papiere notierten am Donnerstag kaum verändert und blieben damit knapp unter ihrem Rekordhoch. Offenbar werten Anleger das Manöver als geschickten Schachzug zur Verbesserung des Fälligkeitsprofils. Mit dem frischen Geld von 600 Millionen Euro kann MTU nicht nur die alte Anleihe tilgen – rund 100 Millionen Euro bleiben für allgemeine Unternehmenszwecke übrig.

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