Die Münchener Rück steht unter Zugzwang. Am Dienstag präsentiert der Rückversicherer seine Quartalszahlen. Die Vorzeichen sind schwierig. Ein starker Euro und sinkende Prämienpreise belasten das Geschäft. An der Börse rutschte die Aktie am Montag auf 495,60 Euro ab. Das markiert exakt das 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp zehn Prozent.
Wechselkurs drückt auf Erträge
Der stärkste Gegenwind kommt von der Währungsseite. Munich Re erzielt einen Großteil der Einnahmen in US-Dollar. Ein starker Euro lässt diese Erträge bei der Umrechnung schrumpfen. Genau das passierte im ersten Quartal. Der Euro notierte deutlich höher als im Vorjahr. Das drückt direkt auf die in Euro ausgewiesenen Prämien.
Parallel dazu schwächelt das Kerngeschäft. Bei den Vertragsverlängerungen Anfang des Jahres sanken die Preise um zweieinhalb Prozent. Inflation und veränderte Risiken klammert der Konzern hierbei bereits aus. Munich Re reagierte mit eiserner Disziplin. Das Management lehnte unrentable Verträge konsequent ab.
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Die Folge: Das erneuerte Prämienvolumen schrumpfte um fast acht Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Besonders im Segment für Naturkatastrophen ging das Geschäft zurück. Wenige Großschäden dämpfen aktuell die Zahlungsbereitschaft der Kunden.
Strategischer Umbau läuft
Trotz der Hürden hält der Vorstand Kurs. Das Jahresziel liegt weiterhin bei 6,3 Milliarden Euro Nettogewinn. Um die Erträge langfristig abzusichern, treibt der Konzern einen Umbau voran. Die Tochter Ergo streicht bis zum Jahr 2030 etwa 1.000 Stellen.
Betriebsbedingte Kündigungen schließt das Management aus. Stattdessen setzt Ergo massiv auf Künstliche Intelligenz. Viele Mitarbeiter erhalten Umschulungen für neue Aufgaben. Insgesamt will die Münchener Rück bis Ende des Jahrzehnts 600 Millionen Euro einsparen.
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Der Strategieplan „Ambition 2030“ gibt die Richtung vor. Der Konzern peilt eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent an. Das Gewinnwachstum je Aktie soll acht Prozent übersteigen.
Dafür verschiebt das Management die Gewichte im Portfolio. Weniger schwankungsanfällige Bereiche sollen künftig 60 Prozent zum Ergebnis beitragen. Dazu zählen die Erstversicherung Ergo und das Spezialgeschäft. Die klassische Schaden-Unfall-Rückversicherung sinkt auf einen Anteil von 40 Prozent.
Am Dienstag legt der Vorstand die Karten auf den Tisch. Fällt der Quartalsgewinn besser aus als befürchtet, könnte die Aktie von ihrem Jahrestief abprallen. Enttäuschen die Zahlen jedoch, droht ein schneller Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 500 Euro.
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