Der Rückversicherer hat das erste Quartal mit einem kräftigen Gewinnplus abgeschlossen. Der Grund: deutlich weniger Großschäden als im Vorjahr. An der Börse kommt die gute Nachricht dennoch nicht an.
Das Konzernergebnis stieg um 56,7 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro. Die operative Ergebnis verbesserte sich auf 2,23 Milliarden Euro, nach 1,46 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Entscheidend dafür war die Entlastung bei Großschäden: Sie sackten von 1,01 Milliarden auf nur noch 130 Millionen Euro ab.
Der Iran-Konflikt belastete mit 90 Millionen Euro. Trotz dieses klaren Rückgangs warnt der Konzern vor trügerischer Ruhe – die Hurrikan-Saison beginnt am 1. Juni.
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Prognose bestätigt, Hurrikan-Risiko bleibt
Für 2026 hält die Münchener Rück an ihrem Gewinnziel von 6,3 Milliarden Euro fest. Die US-Wetterbehörde NOAA rechnet im Atlantik mit einer unterdurchschnittlichen Hurrikan-Saison: 8 bis 14 benannte Stürme, davon 1 bis 3 schwere Hurrikane. Grund sei das El-Niño-Phänomen.
Anders sieht es im Pazifik aus: Dort wird eine überdurchschnittliche Aktivität erwartet. Tropische Wirbelstürme treffen den Konzern vor allem über US-Versicherungstöchter. Wegen der weiterhin warmen Ozeane könnten einzelne Stürme hohe Schäden verursachen.
Die Combined Ratio im Schaden/Unfall-Geschäft verbesserte sich auf 66,8 Prozent, nach 83,9 Prozent im Vorjahr. Ein starker Wert. Der Umsatz sank leicht auf 15,018 Milliarden Euro – bedingt durch negative Währungseffekte.
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Aktie nahe am Tief
Die Kursentwicklung zeigt ein anderes Bild. Am Freitag schloss die Aktie bei 469,90 Euro, ein Minus von 1,8 Prozent. Auf Monatssicht beträgt der Verlust knapp 16 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 605,00 Euro liegt über 22 Prozent entfernt. Vom Jahrestief bei 467,30 Euro trennen das Papier nur knapp 0,6 Prozent.
Der RSI liegt bei 69 Punkten, was auf eine leichte Kaufdynamik hindeutet. Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 569,00 Euro. Die Dividendenschätzung für 2026 liegt bei 25,65 Euro je Aktie.
Am 7. August folgen die Zahlen zum zweiten Quartal. Dann zeigt sich, ob das operative Momentum hält – oder ob die Stürme im Atlantik die Bilanz trüben.
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