Münchener Rück Aktie: 66,8% Combined Ratio im Q1

Münchener Rück überzeugt operativ mit hohem Gewinn und niedriger Schadenquote, während der Aktienkurs nahe dem Jahrestief notiert.

Münchener Rück Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettoergebnis von 1,7 Milliarden Euro
  • Combined Ratio bei außergewöhnlichen 66,8 Prozent
  • Aktie 22 Prozent unter 52-Wochen-Hoch
  • Jahresgewinnziel von 6,3 Milliarden Euro bestätigt

Operativ läuft es rund bei Münchener Rück — der Aktienkurs erzählt eine andere Geschichte. Das Unternehmen meldete für das erste Quartal 2026 ein Nettoergebnis von 1,7 Milliarden Euro und hält am Jahresgewinnziel von 6,3 Milliarden Euro fest. An der Börse notiert die Aktie mit rund 473 Euro allerdings knapp über ihrem 52-Wochen-Tief.

Kennzahlen überzeugen

Das Herzstück der Q1-Zahlen ist die Combined Ratio in der Schaden-Unfall-Rückversicherung: 66,8 Prozent bedeuten, dass weniger als 67 Cent je Prämien-Euro für Schäden und Verwaltung aufgewendet wurden — ein außergewöhnlich niedriger Wert. Die Erstversicherungstochter ERGO steuerte 235 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Das Kapitalanlageergebnis lag bei knapp einer Milliarde Euro. Das Eigenkapital nach IFRS kletterte auf 34,6 Milliarden Euro.

Kapitalstärke trotz leichtem Solvenzrückgang

Die Solvency-II-Quote sank leicht von 298 auf 292 Prozent — bleibt aber weit oberhalb regulatorischer Anforderungen. Diese Kapitalstärke stützt die laufende Aktionärsrendite: Für 2025 wurde eine Dividende von 24,00 Euro je Aktie ausgeschüttet, ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 2,25 Milliarden Euro läuft über 2026 und 2027.

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Bis 2030 plant das Management ein jährliches Gewinnwachstum von durchschnittlich 8 Prozent — eine Ansage, die bei einem KGV von rund 10 vergleichsweise günstig bewertet wirkt.

Kurs weit unter alten Hochs

Der Markt zeigt sich bislang unbeeindruckt von den soliden Zahlen. Die Aktie liegt mit rund 473 Euro knapp 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 605 Euro und hat seit Jahresanfang rund 14 Prozent verloren. Der RSI von 72 signalisiert kurzfristig überkaufte Bedingungen — der leichte Tagesanstieg von knapp einem Prozent fällt damit in ein technisch angespanntes Umfeld.

Entscheidend für die Neubewertung dürfte sein, ob die Schadenentwicklung im Großkatastrophenbereich in den kommenden Quartalen innerhalb der statistischen Erwartungen bleibt. Hält dieser Kurs, wären bis 2027 spürbar höhere Ausschüttungen realistisch.

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