Münchener Rück Aktie: Erfolgreicher Geschäftsbericht!

Der Rückversicherer übertrifft sein Jahresziel und belohnt Aktionäre mit einer Rekordausschüttung von 5,3 Milliarden Euro, trotz eines durch Währungseffekte belasteten vierten Quartals.

Münchener Rück Aktie
Kurz & knapp:
  • Jahresergebnis übertrifft Ziel von 6 Milliarden Euro
  • Dividende steigt um 20 Prozent auf 24 Euro je Aktie
  • Währungseffekte belasten Ergebnis im Schlussquartal
  • Tochtergesellschaft ERGO übertrifft eigene Zielmarke

Münchener Rück liefert zum fünften Mal in Folge mehr als prognostiziert – und belohnt die Aktionäre mit einer Rekordsumme von 5,3 Milliarden Euro. Die Kombination aus deutlich erhöhter Dividende und einem milliardenschweren Aktienrückkauf unterstreicht die Finanzkraft des Konzerns. Doch ein genauer Blick auf das Schlussquartal zeigt: Ganz ohne Blessuren kam der Rückversicherer nicht durchs Jahr.

Jahresziel erneut übertroffen

Das IFRS-Nettoergebnis 2025 kletterte auf 6,121 Milliarden Euro – rund 100 Millionen Euro über dem selbst gesteckten Ziel von 6,0 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite verharrte bei starken 18,3 Prozent, die Solvenzquote verbesserte sich auf komfortable 298 Prozent. Das Ergebnis je Aktie stieg von 42,93 auf 47,15 Euro.

Dennoch blieb der Versicherungsumsatz mit 60,4 Milliarden Euro nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Das signalisiert: Wachstum kam primär aus verbesserter Profitabilität, nicht aus Volumensteigerung.

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Währungseffekte belasten viertes Quartal

Im Schlussquartal 2025 fiel das Nettoergebnis um 12 Prozent auf 945 Millionen Euro – unter den Analystenerwartungen von 1,03 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich zeichnet der schwächere US-Dollar. Das Währungsergebnis des Gesamtjahres rutschte auf minus 1,425 Milliarden Euro, nach plus 421 Millionen Euro im Vorjahr.

Ein deutlicher Kontrast zur operativen Stärke: Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Rückversicherung verbesserte sich merklich auf 73,5 Prozent. Die Großschadenbelastung sank erheblich von 2,807 auf 1,627 Milliarden Euro – Naturkatastrophen verursachten mit 887 Millionen Euro deutlich weniger Schäden als 2024. Die Waldbrände in Los Angeles schlugen mit rund 0,8 Milliarden Euro zu Buche.

24 Euro Dividende plus 2,25 Milliarden Rückkauf

Die vorgeschlagene Dividende von 24 Euro je Aktie markiert einen Sprung um 20 Prozent gegenüber den 20 Euro des Vorjahres. Zusätzlich hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Milliarden Euro beschlossen, das bis zur Hauptversammlung am 29. April 2027 laufen soll. Die zurückgekauften Papiere werden eingezogen.

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Bei den Vertragserneuerungen zum Jahresbeginn 2026 zeigte sich Münchener Rück wählerisch: Das gezeichnete Volumen sank um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Der Konzern verzichtete bewusst auf Geschäft, das die Renditeanforderungen nicht erfüllte – während das durchschnittliche Preisniveau um 2,5 Prozent nachgab.

ERGO übertrifft Zielmarke

Die Erstversicherungstochter ERGO steuerte 917 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei und lag damit über der Zielmarke von 0,9 Milliarden Euro. Die Versicherungsumsätze stiegen auf 21,7 Milliarden Euro. Ein Sondereffekt resultierte aus der vollständigen Übernahme des US-Versicherers Next Insurance, der seit Januar 2026 als „ERGO Next“ firmiert.

Für 2026 peilt Münchener Rück ein Nettoergebnis von 6,3 Milliarden Euro an – bei Versicherungsumsätzen von 64 Milliarden Euro. Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Rückversicherung soll bei 80 Prozent liegen, das Segmentergebnis im Rückversicherungsgeschäft bei 5,4 Milliarden Euro. Mit Spannung wird die Hauptversammlung am 29. April 2027 erwartet, bei der die Aktionäre über die Rekordausschüttung abstimmen.

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Über Felix Baarz 1892 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.