Münchener Rück liefert zum fünften Mal in Folge mehr als prognostiziert – und belohnt die Aktionäre mit einer Rekordsumme von 5,3 Milliarden Euro. Die Kombination aus deutlich erhöhter Dividende und einem milliardenschweren Aktienrückkauf unterstreicht die Finanzkraft des Konzerns. Doch ein genauer Blick auf das Schlussquartal zeigt: Ganz ohne Blessuren kam der Rückversicherer nicht durchs Jahr.
Jahresziel erneut übertroffen
Das IFRS-Nettoergebnis 2025 kletterte auf 6,121 Milliarden Euro – rund 100 Millionen Euro über dem selbst gesteckten Ziel von 6,0 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalrendite verharrte bei starken 18,3 Prozent, die Solvenzquote verbesserte sich auf komfortable 298 Prozent. Das Ergebnis je Aktie stieg von 42,93 auf 47,15 Euro.
Dennoch blieb der Versicherungsumsatz mit 60,4 Milliarden Euro nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Das signalisiert: Wachstum kam primär aus verbesserter Profitabilität, nicht aus Volumensteigerung.
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Währungseffekte belasten viertes Quartal
Im Schlussquartal 2025 fiel das Nettoergebnis um 12 Prozent auf 945 Millionen Euro – unter den Analystenerwartungen von 1,03 Milliarden Euro. Hauptverantwortlich zeichnet der schwächere US-Dollar. Das Währungsergebnis des Gesamtjahres rutschte auf minus 1,425 Milliarden Euro, nach plus 421 Millionen Euro im Vorjahr.
Ein deutlicher Kontrast zur operativen Stärke: Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Rückversicherung verbesserte sich merklich auf 73,5 Prozent. Die Großschadenbelastung sank erheblich von 2,807 auf 1,627 Milliarden Euro – Naturkatastrophen verursachten mit 887 Millionen Euro deutlich weniger Schäden als 2024. Die Waldbrände in Los Angeles schlugen mit rund 0,8 Milliarden Euro zu Buche.
24 Euro Dividende plus 2,25 Milliarden Rückkauf
Die vorgeschlagene Dividende von 24 Euro je Aktie markiert einen Sprung um 20 Prozent gegenüber den 20 Euro des Vorjahres. Zusätzlich hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,25 Milliarden Euro beschlossen, das bis zur Hauptversammlung am 29. April 2027 laufen soll. Die zurückgekauften Papiere werden eingezogen.
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Bei den Vertragserneuerungen zum Jahresbeginn 2026 zeigte sich Münchener Rück wählerisch: Das gezeichnete Volumen sank um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Der Konzern verzichtete bewusst auf Geschäft, das die Renditeanforderungen nicht erfüllte – während das durchschnittliche Preisniveau um 2,5 Prozent nachgab.
ERGO übertrifft Zielmarke
Die Erstversicherungstochter ERGO steuerte 917 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei und lag damit über der Zielmarke von 0,9 Milliarden Euro. Die Versicherungsumsätze stiegen auf 21,7 Milliarden Euro. Ein Sondereffekt resultierte aus der vollständigen Übernahme des US-Versicherers Next Insurance, der seit Januar 2026 als „ERGO Next“ firmiert.
Für 2026 peilt Münchener Rück ein Nettoergebnis von 6,3 Milliarden Euro an – bei Versicherungsumsätzen von 64 Milliarden Euro. Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Rückversicherung soll bei 80 Prozent liegen, das Segmentergebnis im Rückversicherungsgeschäft bei 5,4 Milliarden Euro. Mit Spannung wird die Hauptversammlung am 29. April 2027 erwartet, bei der die Aktionäre über die Rekordausschüttung abstimmen.
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