Die Hauptversammlung am 29. April wird für Munich Re zum Doppelereignis. Aktionäre stimmen nicht nur über eine deutlich erhöhte Dividende ab — auch ein Prüferwechsel steht auf der Tagesordnung, der seinen Ursprung im Wirecard-Skandal hat.
EY muss gehen, KPMG kommt
Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses schlägt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, ab dem Geschäftsjahr 2026 zur KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu wechseln. EY prüft die Bücher von Munich Re seit 2020 — doch der Abschlussprüfer steht seit dem Wirecard-Debakel erheblich unter Druck. Die Prüferaufsicht APAS verhängte 2023 drastische Strafen und ein zeitlich begrenztes Wettbewerbsverbot für Neuaufträge, nachdem sie Sorgfaltspflichtverletzungen als erwiesen ansah.
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Neben dem Prüferwechsel stimmen Aktionäre über eine Dividende von 24 Euro je Aktie ab — ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 25 Jahren hat Munich Re die Ausschüttung kein einziges Mal gesenkt, zuletzt fünfmal in Folge erhöht. Flankiert wird die Dividende von einem neuen Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,25 Milliarden Euro.
April-Renewals und das Preisziel
Parallel läuft die April-Renewal-Saison. Bei den Januar-Erneuerungen hatte Munich Re das Geschäftsvolumen bewusst um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro reduziert, um unrentable Verträge loszuwerden — was einen risikobereinigten Preisrückgang von 2,5 Prozent nach sich zog. Für die aktuellen April-Verhandlungen erwartet das Management nun stabile Preisniveaus. Das Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft sowie die Direktversicherung für Industriekunden sollen den Rückgang bei Naturkatastrophenprämien kompensieren und den Gewinn im Rückversicherungssegment von 5,2 auf 5,4 Milliarden Euro treiben.
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Die Aktie notiert aktuell bei rund 539 Euro und liegt damit etwa sechs Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Angesichts des durch Zollsorgen belasteten DAX, der zuletzt unter 23.000 Punkte rutschte, hielt sie sich dabei vergleichsweise stabil.
Den nächsten konkreten Belastungstest liefern die Erstquartalszahlen am 12. Mai 2026 — dann zeigt sich, wie nah Munich Re dem Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro Nettogewinn tatsächlich ist.
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