Die Erwartung sinkender Rückversicherungspreise für 2027 hat die Münchener Rück am Freitag belastet. Nach Einschätzung von JPMorgan droht der Branche weiterer Preisdruck bei Rückversicherungsverträgen. Die Aktie fiel im Sog dieser Branchenwarnung um 4,0%; dpa-AFX führte den Rückgang auf die Herabstufung durch die Bank und deren Preiserwartungen zurück.

Schadenarme Hurrikansaison prägt die Erwartungen

JPMorgan begründete die Branchenwarnung am Freitag mit weiter sinkenden Rückversicherungspreisen nach einer schadenarmen Hurrikansaison 2026. Die negative Einschätzung der Bank richtete sich damit auf die erwartete Preisentwicklung im kommenden Jahr.

Im Zuge dieser Einschätzung stufte JPMorgan die Münchener Rück am Freitag von „Overweight“ auf „Neutral“ ab. Das Kursziel ließ das Analysehaus unverändert bei 590 €. Die vorsichtigere Empfehlung ging somit nicht mit einer Senkung der Zielmarke einher.

Auch Hannover Rück war von der Branchenwarnung betroffen: JPMorgan senkte die Einstufung am Freitag von „Neutral“ auf „Underweight“. Reuters berichtete zugleich von einem Rückgang des Versicherungssektors um 2,6 % und führte diesen auf die Abstufungen der deutschen Rückversicherer durch JPMorgan zurück.

Quartalsmitteilung folgt am 12. November

Die Münchener Rück hatte vor rund zwei Wochen für das dritte Quartal 2026 einen vorläufigen Nettogewinn von rund 1,7 Mrd. € gemeldet. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen sein Jahresziel. Bei der Gewinnzahl handelte es sich ausdrücklich um ein vorläufiges Ergebnis.

Für den 12. November hat die Münchener Rück die Veröffentlichung ihrer endgültigen Quartalsmitteilung zum Stichtag 30. September 2026 angekündigt. Nach dem Unternehmenskalender soll die Mitteilung ungefähr um 7:30 Uhr MEZ verfügbar sein.

Ebenfalls für den 12. November steht eine Analysten- und Investorenkonferenz im Unternehmenskalender. Sie soll um 11 Uhr MEZ beginnen.