Munich Re hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet und hebt zugleich die Gewinnprognose an. Per Ad-hoc-Mitteilung nannte der Rückversicherer vorläufige Zahlen, die den Analystenkonsens klar übertreffen.

Starkes Quartal dank wenigen Großschäden

Der Nettogewinn lag im dritten Quartal bei rund 1,7 Milliarden Euro. Die Schätzungen von 13 Analysten hatten im Mittel bei 1,479 Milliarden Euro gelegen. Das Plus fällt damit zweistellig aus.

Zwei Faktoren trugen das Ergebnis. Die Großschadenbelastung in der Rückversicherung Schaden/Unfall blieb unter der durchschnittlichen Erwartung. Hinzu kam ein starkes Kapitalanlageergebnis in der Rückversicherung. Die operative Entwicklung bezeichnet der Konzern zudem als sehr erfreulich, und zwar in allen Geschäftssegmenten.

Prognose um 300 Millionen Euro angehoben

Nach neun Monaten steht ein Konzernergebnis von 5,7 Milliarden Euro in den Büchern. Daraufhin erhöht Munich Re das Jahresziel 2026 von 6,3 auf 6,6 Milliarden Euro.

Die Anhebung fällt moderat aus. Sie lässt rechnerisch Raum für ein schwächeres Schlussquartal, denn das neue Ziel verlangt nur noch rund 0,9 Milliarden Euro im vierten Quartal. Der Vorstand verweist dabei auf die Großschadenentwicklung im restlichen Jahr als Vorbehalt.

Parallel dazu will der Konzern die Bilanz im vierten Quartal weiter stärken, wo angemessen. Gemeint sind offenbar zusätzliche Reserven. Das spricht für ein vorsichtiges Vorgehen, statt den Gewinnüberschuss vollständig auszuweisen.

Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal legt Munich Re wie geplant am 12. November vor. Dann dürften auch Details zu Segmenten, Reservierung und Kapitalanlagerendite folgen.