Münchener Rück lockt Aktionäre mit Rekordausschüttungen. Hinter den Kulissen sorgt jedoch eine Personalie für Unruhe. Aufsichtsratschef Nikolaus von Bomhard plant seine Nachfolge bereits Jahre im Voraus. Das ruft prominente Kritiker auf den Plan.
Rekorddividende und Rüstungsfonds
Am Mittwoch stimmt die Hauptversammlung über das Kapital ab. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 24 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein geplantes Aktienrückkaufprogramm über 2,25 Milliarden Euro ergänzt das Paket.
Abseits der Tagesordnung positioniert sich der Konzern neu. Die konzerneigene Vermögensverwaltung MEAG startet eine europäische Plattform für Verteidigungsinvestments. Gemeinsam mit dem US-Finanzinvestor Warburg Pincus fließt Geld in Rüstung und strategische Infrastruktur. Der neue Fonds peilt ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro an.
Kritik an Nachfolgeplänen
Brisanter wird es bei den Aufsichtsräten. Das langjährige Gremiumsmitglied Clement B. Booth legt sein Amt zur Hauptversammlung nieder. Die eigentliche Debatte dreht sich um den Vorsitz des Kontrollorgans. Von Bomhard wirbt aktiv für Ex-Vorstandschef Joachim Wenning als seinen Nachfolger.
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Wenning verließ die Konzernspitze Ende 2025. Er könnte nach der gesetzlichen Abkühlungsphase frühestens 2028 an die Aufsichtsratsspitze rücken. Die frühe Festlegung stößt auf Skepsis. Die Folge: Der Stimmrechtsberater ISS warnt vor strukturellen Kontrollproblemen.
Kapitalreserve und Ausblick
Das Management bittet Aktionäre außerdem um finanzielle Flexibilität. Der Vorstand will ein auslaufendes genehmigtes Kapital vorzeitig erneuern. An der Börse reagieren Anleger derzeit verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei rund 547 Euro und verlor auf Wochensicht gut drei Prozent.
Ein RSI-Wert von 26 signalisiert derweil eine überverkaufte Situation. Operative Klarheit folgt in wenigen Wochen. Am 12. Mai 2026 präsentiert Münchener Rück die Zahlen für das erste Quartal. Diese Ergebnisse machen den Fortschritt bei der angestrebten Eigenkapitalrendite konkret messbar.
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