Die Münchener Rück baut um. Auf der Hauptversammlung beschlossen die Aktionäre einen prominenten Prüferwechsel. Parallel streicht die Tochter ERGO Hunderte Stellen durch Künstliche Intelligenz. An der Börse honoriert das aktuell niemand.
KPMG übernimmt nach Wirecard-Skandal
Der Rückversicherer zieht Konsequenzen aus der Vergangenheit. Ab dem Geschäftsjahr 2026 übernimmt KPMG die Abschlussprüfung. Damit endet die Ära von EY. Die Prüfaufsicht APAS hatte EY im Nachgang des Wirecard-Skandals mit einem Neukundenverbot belegt. KPMG prüft künftig auch die neuen Nachhaltigkeitsberichte nach EU-Standard.
Im Aufsichtsrat gibt es ebenfalls Bewegung. Clement B. Booth legte sein Mandat nieder. Die Aktionäre machten stattdessen den Weg für den früheren Vorstandschef Joachim Wenning frei. Er rückt nach Ablauf der gesetzlichen Wartefrist in das Gremium ein.
Künstliche Intelligenz kostet Jobs bei ERGO
Abseits der Personalien treibt der Konzern harte Einschnitte voran. Die Erstversicherungstochter ERGO baut bis 2030 rund 1.000 Arbeitsplätze ab. In Deutschland fallen jährlich etwa 200 Stellen weg. Die Folge: Künstliche Intelligenz ersetzt zunehmend Routineaufgaben in Callcentern und der Schadenbearbeitung.
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Andere Tätigkeiten wandern nach Polen und Indien ab. Betriebsbedingte Kündigungen schließt das Management aus. Stattdessen schult ERGO etwa 700 betroffene Mitarbeiter um. Die Maßnahmen stützen die langfristige Konzernstrategie. Die Muttergesellschaft fordert jährliche Einsparungen von 600 Millionen Euro.
Starker Euro drückt den Aktienkurs
Operativ profitiert der Rückversicherer von ausbleibenden Naturkatastrophen. Ein starker Euro belastet allerdings die Bilanz. Das Unternehmen nimmt viele Prämien in US-Dollar ein. Der aktuelle Wechselkurs drückt diese Einnahmen spürbar.
Das spiegelt sich im Aktienkurs wider. Das Papier schloss am Donnerstag bei 513,20 Euro. Damit notiert der Titel nah am Jahrestief von knapp 508 Euro. Seit Januar verbucht die Aktie einen Verlust von rund sieben Prozent.
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Auf der Hauptversammlung gab es indes Gegenwind von Umweltschützern. Die Organisation urgewald kritisierte die Versicherung neuer US-Flüssiggasterminals. Dies passe nicht zu den eigenen Klimazielen des Konzerns.
Dividende und Quartalszahlen im Fokus
Am 5. Mai 2026 zahlt Munich Re die Dividende aus. Das Unternehmen erhöht die Ausschüttung das fünfte Jahr in Folge. Seit einem Vierteljahrhundert gab es keine Kürzung mehr.
Im Mai veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse für das erste Quartal. Das Management peilt für das Gesamtjahr einen Nettogewinn von 6,3 Milliarden Euro an. Die angestrebte Eigenkapitalrendite liegt bei über 18 Prozent. Ein starkes Auftaktquartal ist zwingend nötig, um diese ambitionierten Ziele trotz der aktuellen Währungsbelastungen abzusichern.
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