Am 29. April treffen sich die Munich-Re-Aktionäre zur 139. ordentlichen Hauptversammlung — und die hat es in sich. Gleich zwei gewichtige Entscheidungen stehen auf dem Programm: eine Rekorddividende und ein Prüferwechsel, der direkt auf den Wirecard-Skandal zurückgeht.
EY fällt, KPMG übernimmt
Der Abschlussprüfer-Wechsel von EY zu KPMG ist keine Routinemaßnahme. EY prüfte die Wirecard-Bücher bis 2019 — und wurde 2023 von der Prüferaufsicht APAS mit empfindlichen Strafen belegt, darunter ein zeitlich begrenztes Wettbewerbsverbot für Neuaufträge. Die Behörde sah Sorgfaltspflichtverletzungen als erwiesen an.
Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses schlägt der Aufsichtsrat nun KPMG als neuen Abschluss- und Konzernabschlussprüfer ab Geschäftsjahr 2026 vor — inklusive der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der europäischen CSRD-Richtlinie. Der Prüfungsausschuss präferiert KPMG, lässt den Aktionären aber beide Gesellschaften zur Wahl. Das läuft auf eine direkte Kampfabstimmung hinaus.
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Rekordausschüttung und strategischer Umbau
Neben dem Prüferthema stimmen die Aktionäre über eine Dividende von 24 Euro je Aktie ab — ein Anstieg von rund einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich soll noch am selben Tag ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,25 Milliarden Euro starten.
Parallel läuft die April-Vertragserneuerungsrunde im Rückversicherungsgeschäft. Munich Re hatte sein Prämienvolumen zum 1. Januar 2026 bewusst um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro gesenkt, indem unrentable Verträge ausliefen. Die Strategie: weniger Volumen, dafür höhere Margen — vor allem im Spezialgeschäft. Für diese Ausrichtung übernahm Andreas Moser zum 1. April die globale Leitung der Kredit-, Kautions- und politischen Risikorückversicherung.
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Das Management erwartet in der April-Runde stabile Preise. Bestätigt sich das, könnte der Rückversicherungsbeitrag zum Konzerngewinn auf 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro klettern — ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Jahresziel von 6,3 Milliarden Euro Nettoergebnis, was einen neuen Konzernrekord bedeuten würde.
Die Erstquartalszahlen am 12. Mai 2026 liefern die erste konkrete Standortbestimmung: Dann zeigt sich, ob die restriktive Zeichnungspolitik die angestrebte Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent tatsächlich trägt.
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