Starkes Gewinnwachstum, aber fallende Kurse. Bei der Münchener Rück klaffen operative Realität und Marktreaktion derzeit weit auseinander. Während Analysten reihenweise den Daumen senken, greift der Vorstand in die eigene Tasche.
Das erste Quartal lieferte auf den ersten Blick solide Argumente für Optimismus. Der Rückversicherer steigerte das Nettoergebnis deutlich auf 1,7 Milliarden Euro. Auch das Jahresziel von gut sechs Milliarden Euro bleibt bestehen. Belastungen aus dem Nahen Osten steckte der Konzern gut weg. Das Unternehmen legte 90 Millionen Euro für Schäden durch den Iran-Krieg zurück. Finanzchef Andrew Buchanan stuft diese Summe als überschaubar ein.
Analysten kappen Kursziele
Der Kapitalmarkt bewertet die Zahlen indes als durchwachsen. Mehrere Investmentbanken senkten in den vergangenen Tagen ihre Kursziele. Die kanadische RBC reduzierte ihre Erwartung von 560 auf 490 Euro. Analyst Ben Cohen bemängelt das Auftaktquartal als zu schwach. Er bezweifelt, dass der Konzern die Jahresziele leicht erreicht. Auch Berenberg und Goldman Sachs nahmen ihre Zielmarken spürbar zurück. Die Experten sehen nach der bisherigen Rally kaum noch Kurspotenzial.
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Die Skepsis der Analysten drückt schwer auf den Aktienkurs. Am Mittwoch rutschte das Papier auf exakt 467,60 Euro ab und markierte ein neues Jahrestief. Seit Anfang Januar summiert sich der Verlust auf rund 15 Prozent. Der charttechnische Abwärtstrend ist intakt.
Vorstand kauft am Tief
In dieser Schwächephase setzen hochrangige Führungskräfte ein klares Gegensignal. Die Vorstandsmitglieder Achim Kassow, Stefan Golling und Markus Rieß kauften in den vergangenen Tagen eigene Aktien für mehr als eine halbe Million Euro. Ein starker Vertrauensbeweis.
Nun rückt die Charttechnik in den Fokus. Fällt der Kurs per Tagesschluss unter die wichtige Unterstützung bei 457 Euro, drohen weitere Abgaben in Richtung 443 Euro. Die aktuellen Insiderkäufe müssen jetzt als psychologische Stütze wirken, um diesen Rutsch zu verhindern.
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