Munich Re baut sein Spezialgeschäft gezielt aus — und besetzt dafür eine Schlüsselposition neu. Andreas Moser übernimmt zum 1. April 2026 die globale Leitung für Kredit-, Kautions- und politische Risikorückversicherung. Die Ernennung ist kein reiner Personalwechsel, sondern ein konkreter Schritt im Rahmen des strategischen Programms „Ambition 2030″.
Moser bringt breite Erfahrung mit
Moser ist seit 2004 bei Munich Re und kennt das Spezialgeschäft aus verschiedenen Blickwinkeln: Er leitete das Kredit- und Kautionsrückversicherungsgeschäft für Spanien, Portugal und Lateinamerika, war lokaler CEO von Munich Re Italy und verantwortete das Nicht-Lebens-Rückversicherungsgeschäft für Lateinamerika. Zuletzt trieb er in der Sparte Financial Risks die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle voran. Außerdem ist er Mitgründer von Mundi Lab, einem Insurtech-Accelerator in Partnerschaft mit Mundi Ventures.
In seiner neuen Rolle soll er ein globales Team führen und die Kapazitäten in den genannten Nischensegmenten weiter ausbauen.
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Strategie unter Beweis
Der Hintergrund der Ernennung ist klar: Munich Re will die Abhängigkeit vom traditionellen Naturkatastrophengeschäft reduzieren und in margenstärkere Segmente expandieren. „Ambition 2030″ sieht eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent und ein durchschnittliches jährliches Gewinn-je-Aktie-Wachstum von mehr als 8 Prozent vor. Für 2026 peilt das Management einen Konzerngewinn von rund 6,3 Milliarden Euro an — nach dem Rekordergebnis von 6,1 Milliarden Euro im Vorjahr.
Ob die Strategie aufgeht, zeigt sich gerade in der laufenden April-Vertragserneuerungsrunde. Zum Jahresbeginn hatte Munich Re bewusst Volumen geopfert: Das Geschäftsvolumen schrumpfte um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro, weil der Konzern Verträge ablehnte, die seinen Preisvorstellungen nicht entsprachen. Für die April-Runde erwartet das Management stabile Preise.
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Hauptversammlung und Q1-Zahlen als nächste Wegmarken
Am 29. April 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Die Aktionäre stimmen dort über eine Dividendenerhöhung auf 24 Euro je Aktie — ein Anstieg von rund einem Fünftel — sowie über ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,25 Milliarden Euro ab, das noch am selben Tag starten soll. Auf der Tagesordnung steht zudem der Wechsel des Abschlussprüfers von EY zu KPMG.
Konkreter wird es dann im Mai: Die Erstquartalszahlen 2026 liefern erstmals belastbare Daten dazu, wie effektiv die restriktive Zeichnungspolitik die Margen tatsächlich gestützt hat — und ob der Umbau hin zum Spezialgeschäft die Profitabilität auf dem Weg zur 18-Prozent-Eigenkapitalrendite messbar voranbringt.
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