Der radikale Strategiewechsel vom Immobilien-SPAC zum Biopharma-Unternehmen hat für Conduit Pharmaceuticals bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht. Mit einer Marktkapitalisierung von lediglich 7,5 Millionen Dollar und einer prekären Finanzlage steht das Unternehmen vor massiven Herausforderungen. Anleger blicken nun gespannt auf die Versuche des Managements, die drohende Dekotierung von der Nasdaq abzuwenden.

Vom Immobilien-Mantel zur Biotechnologie

Murphy Canyon Acquisition startete 2021 als klassische Mantelgesellschaft mit dem Ziel, im Immobiliensektor zuzuschlagen. Nach dem Börsengang im Jahr 2022, der rund 132 Millionen Dollar einspielte, folgte jedoch die Kehrtwende. Im September 2023 schloss das Unternehmen die Fusion mit Conduit Pharmaceuticals ab und verlagerte den Fokus vollständig auf die Entwicklung klinischer Wirkstoffe. Seitdem wird die Aktie unter dem Ticker „CDT“ an der Nasdaq gehandelt.

Finanzielle Warnsignale und Nasdaq-Druck

Trotz der Neuausrichtung und der Lizenzierung von Wirkstoffen des Pharmariesen AstraZeneca verschlechterte sich die Lage zuletzt deutlich. Im Januar 2025 markierte der Titel ein neues 52-Wochen-Tief. Finanzexperten bewerten die wirtschaftliche Verfassung des Unternehmens als schwach. Besonders kritisch ist der Verstoß gegen die Mindestpreis-Anforderungen der Nasdaq.

Um den Ausschluss vom Handel zu verhindern, stimmten die Aktionäre bereits einem Reverse Stock Split zu. Diese Maßnahme soll den Aktienkurs optisch anheben, gilt am Markt jedoch häufig als Signal für eine angespannte Situation. Gleichzeitig sicherte sich das Unternehmen die Zustimmung für die Ausgabe neuer Aktien im Zuge von Optionsausübungen und der Umwandlung von Schuldscheinen.

Der Fokus liegt nun auf der Stabilisierung der Bilanz und dem Fortschritt der Pipeline. Entscheidend wird sein, ob die geplanten Kapitalmaßnahmen und die klinischen Daten zu den lizenzierten Wirkstoffen ausreichen, um die Nasdaq-Notierung langfristig zu sichern und neues Vertrauen am Kapitalmarkt aufzubauen.