Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares bereitet den nächsten Schritt zur Neuordnung ihrer Verbindlichkeiten vor. Das Unternehmen unterbreitete den Gläubigern seiner bis März 2027 laufenden variabel verzinslichen Anleihe heute ein Angebot zum Teilrückkauf. Am Aktienmarkt stieß der Schritt auf Zuspruch: Im heutigen Handel kletterte das Papier um 2,3 Prozent auf 24,55 Euro.
Konditionen des Rückkaufangebots
Der Rückkauf des sogenannten Nordic-Bonds ist auf ein Gesamtnominalvolumen von bis zu 25 Millionen Euro begrenzt. Mutares bietet den Anleihegläubigern einen festen Rückkaufkurs von 100,00 Prozent des Nominalwerts zuzüglich der bis zum Abwicklungstag aufgelaufenen Zinsen.
Das Übernahmeangebot startet am 29. September und endet am 30. September 2026 um 16:00 Uhr MESZ. Die finanzielle Abwicklung sowie die Auszahlung an die teilnehmenden Investoren soll voraussichtlich am 2. Oktober 2026 erfolgen.
Privatanleger können ihre Stücke über die Frankfurter Wertpapierbörse im Freiverkehr einreichen, während institutionelle Investoren über das Bankhaus Pareto Securities eingebunden werden. Sollten mehr als das vorgesehene Maximalvolumen angedient werden, behält sich das Unternehmen eine anteilige Zuteilung vor.
Zweiter Schritt vor der Gesamtrefinanzierung
Mit diesem Schritt reduziert der SDAX-Konzern vorzeitig die ausstehende Summe des im Frühjahr 2023 begebenen Papiers. Das ursprüngliche Emissionsvolumen der Anleihe belief sich auf 250 Millionen Euro. Bereits im Frühjahr 2026 hatte die Holding ein erstes Rückkaufangebot platziert und damals ein Nominalvolumen von rund 18 Millionen Euro vorzeitig getilgt.
Die aktuelle Transaktion dient als unmittelbare Vorstufe für eine grundlegende Neuordnung der Verbindlichkeiten. Mutares plant, die verbleibenden Volumina des Nordic-Bonds noch im vierten Quartal 2026 vollständig abzulösen. Die vorzeitige Bereinigung soll den Weg für eine umfassende Anschlussfinanzierung ebnen, die möglicherweise zu veränderten Konditionen am Kapitalmarkt platziert wird.
Finanzielle Ziele für das Geschäftsjahr
Auf operativer Ebene hält das Management an seinen ambitionierten Zielen für die Holding fest. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt der Konzern einen Umsatz von bis zu 9,1 Milliarden Euro an, nachdem im Vorjahr 2025 rund 6,5 Milliarden Euro erzielt worden waren.
Beim Jahresüberschuss der Mutares Holding erwartet die Unternehmensführung für 2026 eine Spanne zwischen 165 Millionen und 200 Millionen Euro. In den Folgejahren soll das Portfoliowachstum planmäßig mit einer jährlichen Zuwachsrate von rund 25 Prozent fortgeführt werden. Durch das schrittweise Zurückfahren der bestehenden Anleihelast verschafft sich die Gesellschaft zusätzlichen Handlungsspielraum für künftige Sanierungsprojekte.
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