Zwei Exits innerhalb von zwei Tagen – Mutares beweist das Tempo seiner Restrukturierungsmaschinerie. Die Münchener Private-Equity-Gesellschaft verkauft die inTime Group und gibt Peugeot Motocycles per Management-Buyout ab. Beide Portfoliounternehmen wurden in kürzester Zeit operativ gedreht – und bringen nun frisches Kapital für neue Dividenden.
inTime Group wechselt zu Priority-Freight-Eigentümer
Am 6. März 2026 unterschrieb Mutares den Verkauf der inTime Group an Tawin Holdings, die Muttergesellschaft des internationalen Logistikdienstleisters Priority Freight. Die inTime Group bietet zeitkritische Logistik in Europa und erwirtschaftet rund 100 Millionen Euro Umsatz mit etwa 400 Mitarbeitern.
Seit der Übernahme durch Mutares im August 2025 – also binnen nur sieben Monaten – durchlief das Unternehmen ein aggressives Restrukturierungsprogramm. Kosten wurden gesenkt, Personal angepasst, die Fahrzeugflotte optimiert. Auch IT und Verwaltung wurden auf Effizienz getrimmt. Das Ergebnis: eine schlanke, skalierbare Plattform mit klarem strategischen Profil.
Der Deal umfasst neben der inTime Group GmbH auch die Tochtergesellschaften Trans-Logo-Tech und Routewise. Der Abschluss soll bis Ende März 2026 erfolgen, vorbehaltlich üblicher Bedingungen.
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Peugeot Motocycles geht ans eigene Management
Bereits einen Tag zuvor, am 5. März, hatte Mutares den Management-Buyout von Peugeot Motocycles angekündigt. Das aktuelle Führungsteam übernimmt den europäischen Hersteller von motorisierten Zwei- und Dreirädern, der rund 140 Millionen Euro Umsatz generiert.
Unter Mutares-Regie stärkte Peugeot Motocycles seine Position durch strategische Zukäufe wie DAB Motors (Premium- und Elektrosegment) und eine Kooperation mit Sherco. Operative Verbesserungen und strukturelle Straffungen machten das Unternehmen widerstandsfähiger. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2026 erwartet, nach Konsultation der Betriebsräte.
Parallele Akquisition: Allegro-Marktplätze übernommen
Die Exit-Serie läuft parallel zur Akquisitionstätigkeit. Am 2. März 2026 hatte Mutares bereits den Kauf der Online-Marktplätze Mimovrste (Slowenien) und Mall.hr (Kroatien) samt IT-Ressourcen von der Allegro Group abgeschlossen. Das Paket bringt rund 100 Millionen Euro Jahresumsatz und über 250 Mitarbeiter ins Portfolio.
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Das operative Tempo ist charakteristisch für Mutares‘ Geschäftsmodell: Die Gesellschaft kauft Konzernrandaktivitäten, saniert sie intensiv und veräußert sie nach wenigen Jahren wieder. Ein Großteil der Exit-Erlöse fließt als Dividende an die Aktionäre – allerdings unregelmäßig, abhängig von der Verkaufstätigkeit.
Strategischer Umbau: Neues Segment für SABIC-Deal
Mit fünf operativen Segmenten deckt Mutares ein breites Industriespektrum ab: Automotive & Mobility, Engineering & Technology, Infrastructure & Special Industry, Goods & Services sowie das neu gegründete Chemicals & Materials. Letzteres entstand im Zuge der geplanten Übernahme des Engineering-Thermoplastics-Geschäfts von SABIC – der bislang größte strategische Schritt in der Unternehmensgeschichte.
Vorstand und Aufsichtsrat halten rund 36 Prozent der Mutares-Aktien und signalisieren damit Vertrauen in die Strategie.
Der März 2026 zeigt exemplarisch, wie schnell Mutares handelt: Binnen einer Woche zwei Exits und eine Akquisition abgeschlossen oder angekündigt. Der nächste Dividendenschub dürfte folgen, sobald die Verkaufserlöse fließen.
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