Die Mutares-Aktie tritt auf der Stelle. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut elf Prozent auf der Kurstafel, am Freitag schloss das Papier bei 26,45 Euro. Damit notiert der Titel leicht unter seiner 50-Tage-Linie. Operativ steht der Münchner Investor derweil vor den wichtigsten Wochen des Jahres. Das zweite Quartal entscheidet über den Erfolg der aktuellen Strategie.
Gemischte Bilanz zum Jahresstart
Die Zahlen für das erste Quartal liefern ein durchwachsenes Fundament. Auf Konzernebene stiegen die Umsätze um knapp zehn Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA drehte mit rund elf Millionen Euro deutlich ins Plus, nach einem hohen Fehlbetrag im Vorjahr. Den stärksten Schub lieferte das Segment Infrastructure & Defense.
Auf Holding-Ebene sieht die Lage anders aus. Hier fehlten lukrative Unternehmensverkäufe. Während Mutares im Vorjahr noch stark vom Steyr-Motors-Exit profitierte, blieb ein vergleichbarer Impuls diesmal aus. Das Resultat ist ein leichter Quartalsverlust von knapp einer Million Euro.
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Rekordübernahme vor dem Abschluss
Marktbeobachter rechnen in Kürze mit dem Closing der Jadeed-Übernahme. Mit einem Zielumsatz von rund zwei Milliarden Euro ist es der größte Zukauf der Unternehmensgeschichte. Aus dem Deal erwartet Mutares signifikante Erträge durch den sogenannten Bargain-Purchase-Effekt, bei dem der Kaufpreis unter dem fairen Wert des Nettovermögens liegt.
Parallel dazu treibt das Management den Umbau des Portfolios voran. Verkäufe wie Relobus und Kalzip sind bereits abgeschlossen. Für inTime, Conexus und Peugeot Motocycles liegen unterschriebene Verträge vor. Im weiteren Jahresverlauf stehen vor allem Beteiligungen aus dem Rüstungs- und Energiesektor im Schaufenster, darunter Magirus und die niederländische NEM Energy Group.
Analysten sehen Luft nach oben
Trotz anhaltender Herausforderungen bei Zukäufen aus dem Vorjahr bestätigen Analysten ihren positiven Ausblick. Sphene Capital hob das Kursziel Mitte Mai auf 49,40 Euro an und rät weiterhin zum Kauf.
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Das Management hält an seiner Jahresprognose fest. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen Konzernumsatz von bis zu 9,1 Milliarden Euro an. Der Jahresüberschuss soll dabei mindestens 165 Millionen Euro erreichen.
Aktionäre sollen ebenfalls profitieren. Für die Hauptversammlung Anfang Juli steht eine Basisdividende von 2,00 Euro je Aktie zur Abstimmung. Bei erfolgreichen Exits plant Mutares einen zusätzlichen Performance-Aufschlag.
Bis dahin muss das Unternehmen seine finanziellen Hausaufgaben erledigen. Die Gesamtverschuldung von derzeit 385 Millionen Euro soll bis Jahresende auf maximal 300 Millionen Euro sinken. Gelingt der planmäßige Abschluss des Jadeed-Deals und fließen die erhofften Exit-Erlöse, hat die Aktie fundamentalen Spielraum für eine Neubewertung.
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