ASML setzt heute einen positiven Gegenakzent zu den jüngsten Belastungen im Halbleitersektor. Höhere Umsatzziele und eine starke Nachfrage nach Chipfertigungsanlagen stützen laut Reuters die Stimmung bei Technologiewerten. Für den Nasdaq 100 steht damit der Zuversicht eines Ausrüsters die Sorge vor wachsendem Wettbewerb und spekulativen Investitionen gegenüber. Zugleich richtet sich der Blick auf die US-Inflation.
Höhere Ziele treffen auf Wettbewerbssorgen
ASML meldete heute einen Nettoumsatz von 11,66 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 4,96 Milliarden Euro. Reuters zufolge hellten die Ergebnisse nach den jüngsten Kursverlusten bei Chipaktien die Stimmung im Technologiesektor auf.
Für Anleger ist vor allem die Verbindung aus angehobenem Ausblick und anhaltend hoher Nachfrage relevant. Sie liefert einen Gegenpol zu den Befürchtungen, die gestern amerikanische Halbleiterwerte belastet hatten. Die Nachrichten aus dem Sektor weisen damit nicht einheitlich in dieselbe Richtung.
ASML erhöhte seine Umsatzprognose für 2026 auf 44 Milliarden bis 45 Milliarden Euro. Das Unternehmen erklärte zudem, die Nachfrage nach Chipfertigungsanlagen auch in den beiden Folgejahren nicht vollständig bedienen zu können.
Die Aussagen sprechen für eine starke Nachfrage bei ASML. Sie beantworten allerdings nicht die Frage, wie sich die Wettbewerbsposition einzelner Chipproduzenten entwickelt. Genau diese Unterscheidung ist für die Einordnung der jüngsten Branchenbewegung wichtig.
Gestern hatten Berichte über Fortschritte des chinesischen Speicherchipherstellers CXMT bei einer neuen Speicherarchitektur die Konkurrenzsorgen verstärkt. Micron Technology und Applied Materials gehörten zu den Verlierern. Reuters nannte außerdem die Warnung von Broadcom-Chef Hock Tan vor spekulativen Investitionen im Sektor als Belastungsfaktor.
Inflation begrenzt die Aussagekraft des Branchensignals
Neben der Schwäche der Chipwerte drückten gestern gemischte Bankenergebnisse auf den Nasdaq 100. Der Index schloss bei 30.569,48 Punkten; damit bildet die heutige ASML-Meldung zunächst einen Gegenimpuls zur vorausgegangenen Belastung und noch keinen Beleg für eine breite Erholung.
Entscheidend für die Zinswartungen sind heute zugleich die amerikanischen Verbraucherpreise für September. Reuters bezeichnete die Veröffentlichung als zentralen makroökonomischen Impuls für zinssensitive Technologiewerte.
Für den Nasdaq 100 treffen somit unterschiedliche Einflussfaktoren zusammen: ASML signalisiert robuste Nachfrage nach Fertigungsanlagen, während Wettbewerbssorgen einzelne Chipwerte belasten. Die Inflationsentwicklung entscheidet mit darüber, welches Gewicht dieser positive Unternehmensimpuls im breiteren Technologiehandel erhält.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen?! Neue NASDAQ 100-Analyse vom 14. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten NASDAQ 100-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für NASDAQ 100-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
NASDAQ 100: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

