Gleich drei Top-Manager von Natera haben nahezu zeitgleich größere Aktienpakete abgestoßen. Zwischen dem 20. und 21. Januar 2026 trennten sich Führungskräfte des Gentechnik-Unternehmens von Anteilen im Gesamtwert von rund 14,4 Millionen Dollar. Steckt dahinter mehr als nur routinemäßige Steuerplanung?
Den größten Verkauf tätigte Solomon Moshkevich, President of Clinical Diagnostics. Er veräußerte insgesamt 23.498 Aktien für etwa 5,5 Millionen Dollar zu Preisen zwischen 234,74 und 235 Dollar je Anteilsschein. Nach den Transaktionen hält Moshkevich noch 144.699 Natera-Papiere.
Auch Chefjurist Daniel Rabinowitz machte Kasse: 19.672 Aktien brachten ihm rund 4,6 Millionen Dollar ein. Parallel dazu übte er allerdings 856 Restricted Stock Units aus – ein Detail, das zeigt, dass nicht alle Insider komplett aussteigen. John Fesko, President und Chief Business Officer, rundete die Verkaufswelle mit 18.145 abgestoßenen Anteilen im Wert von 4,3 Millionen Dollar ab.
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Steuerliche Pflicht oder fehlendes Vertrauen?
Alle drei Führungskräfte begründeten ihre Verkäufe mit Steuerverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Vesting von Restricted Stock Units. Die Transaktionen erfolgten zudem über vorab festgelegte Handelspläne nach Rule 10b5-1(c) – ein Mechanismus, der Insider vor Vorwürfen des Insiderhandels schützen soll.
Dennoch dürfte das Timing aufhorchen lassen. Die Natera-Aktie notiert aktuell bei 242,91 Dollar und hat in den vergangenen sechs Monaten einen beachtlichen Kurssprung von 76 Prozent hingelegt. Laut InvestingPro-Analyse erscheint das Papier mittlerweile überbewertet. Nutzen die Manager womöglich das hohe Kursniveau für Gewinnmitnahmen?
Starkes Wachstum trifft auf ambitionierte Bewertung
Die fundamentale Lage des Unternehmens gibt jedenfalls wenig Anlass zur Sorge. Natera meldete für das vierte Quartal 2025 vorläufige Ergebnisse mit einem Umsatzwachstum von knapp 40 Prozent im Jahresvergleich – deutlich über den Analystenerwartungen. Auch das Testvolumen legte um rund 17 Prozent zu.
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Die Investmentbank Canaccord Genuity bekräftigte nach den Zahlen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 285 Dollar. Das würde vom aktuellen Niveau noch einmal 17 Prozent Aufwärtspotenzial bedeuten. Doch offenbar bewerten nicht alle Insider die Aussichten so optimistisch wie die Analysten.
Besonders pikant: Während die Manager verkauften, kündigte Natera eine Kooperation mit Exelixis für eine Phase-3-Studie bei Darmkrebspatienten an. Zudem stellte das Unternehmen ein neues KI-gestütztes Modell vor, das die Signatera-MRD-Tests zur Krebsfrüherkennung verbessern soll. Solche Meldungen pflegen normalerweise das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens zu stärken – nicht gerade der typische Zeitpunkt für koordinierte Insider-Verkäufe.
Anleger sollten die kommenden Wochen genau beobachten. Bleiben weitere Verkäufe aus, waren es wohl tatsächlich nur steuerliche Routinetransaktionen. Sollten jedoch noch mehr Führungskräfte Anteile abstoßen, könnte das ein Signal sein, dass die Bewertung auch intern als sportlich angesehen wird.
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